Walter Bau kommt in österreichische Hände

- Augsburg - Das Ende der zahlungsunfähigen Walter Bau-AG ist besiegelt. Der Gläubigerausschuss billigte einstimmig die vom Insolvenzverwalter Werner Schneider vorgelegte Paketlösung. Die österreichische Strabag-Gruppe übernimmt demnach aus dem Walter Bau-Konzern Geschäftsaktivitäten mit einem Volumen von rund 1,2 Milliarden Euro sowie eine Beteiligung von 4,8 Prozent an der Stuttgarter Züblin AG.

<P>Konkret geht es bei dem Transfer in österreichischen Besitz um die Übernahme des Walter-Heilit Verkehrswegebaus, der Dywidag International GmbH (Auslandsgeschäft), der österreichischen Dywidag Ges.m.b.H. sowie rund 60 inländische Bauprojekte der insolventen Walter Bau-AG mit einem Auftragsbestand von rund 240 Millionen Euro. Über die Verkaufssumme wurde Stillschweigen vereinbart. Eine Beschäftigungsgesellschaft soll die arbeitslos werdenden früheren Walter-Mitarbeiter qualifizieren und in den Markt vermitteln.<BR><BR>Schneider erklärte nach der Sitzung des Gläubigerausschusses, im Walter-Konzern blieben von früher 9800 Stellen rund 5700 erhalten. Etwa 2600 ehemalige Walter-Mitarbeiter wechseln sofort in eine Beschäftigungsgesellschaft und erhalten für sechs Monate 80 Prozent ihres Nettolohnes. Joblose Mitarbeiter von insolventen Walter-Tochterunternehmen sollen später von der Gesellschaft aufgenommen werden. Die neu zu gründende Dywidag Bau GmbH im Strabag-Konzern soll etwa 800 Mitarbeiter der Walter Bau-AG übernehmen. Etwa 400 Mitarbeiter bleiben noch mit der Abwicklung der Walter Bau-AG beschäftigt. Die zum Walter Bau-Konzern gehörende Walter Bau-AG hatte im Februar Insolvenz angemeldet. Der Zusammenbruch zog die Insolvenzen mehrerer Walter-Bau-Töchter nach sich.<BR><BR>Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende der Walter Bau-AG, Karl Bauer, erklärte, die vom Gläubigerausschuss akzeptierte Paketlösung sei für die Mitarbeiter am besten. "Natürlich hätten wir uns die Rettung von mehr Arbeitsplätzen gewünscht, ich kann nicht sagen, dass ich zufrieden bin", sagte Bauer. </P><P><BR> </P>

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