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Im Einzel- und Großhandel in Bayern gibt es vereinzelte Streiks

6,5 Prozent mehr gefordert

Warnstreik bei Einzel- und Großhandel

München - Im Tarifkonflikt des bayerischen Einzelhandels hat die Gewerkschaft Verdi für Freitag zu weiteren Warnstreiks aufgerufen. Die bisherigen Forderungen wurden zurückgewiesen.

Beschäftigte des bayerischen Einzel- und Großhandels haben am Freitag mit Warnstreiks ihren Forderungen in den laufenden Tarifrunden Nachdruck verliehen. Der Schwerpunkt der Aktionen lag in Schwaben. Insgesamt hätten sich rund 650 Mitarbeiter an den Aktionen beteiligt, sagte Hubert Thiermeyer, Landesfachbereichsleiter der Gewerkschaft Verdi.

In Augsburg gab es Arbeitsniederlegungen bei H&M und Obi. Auch bei Marktkauf in Gersthofen und Stadtbergen hatte die Gewerkschaft zu Aktionen aufgerufen. Zudem traten Beschäftigte des Zentrallagers von Lekkerland in Allershausen, das die Tankstellen in Bayern beliefert, sowie mehrerer Edeka-Lager vorübergehend in den Ausstand. Von den Aktionen seien fast 1000 Edeka-Filialen betroffen, bei denen es zu Schwierigkeiten in der Warenbelieferung kommen dürfte, sage Thiermeyer.

Die Gewerkschaft verlangt für die 335 000 Einzelhandelsbeschäftigten im Freistaat 6,5 Prozent Lohnerhöhung, mindestens aber 140 Euro mehr pro Monat. Die Arbeitgeber hatten dies als unrealistisch zurückgewiesen. Die Verhandlungen sollen am 14. Juni fortgesetzt werden. Auch für den Groß- und Außenhandel fordert Verdi 6,5 Prozent mehr.

lby

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