Giesecke & Devrient

Warnstreik bei Münchner Gelddrucker

München – Mitarbeiter von Giesecke & Devrient (G&D) haben am Dienstag erneut die Arbeit niedergelegt, um gegen die Schließung des Banknotendrucks in München und den geplanten Stellenabbau zu demonstrieren.

Wie die Gewerkschaft Verdi unserer Zeitung mitteilte, nahmen rund 250 Mitarbeiter an dem 24-stündigen Warnstreik teil. Ob der Ausstand am heutigen Mittwoch fortgesetzt werden soll, ließ die Gewerkschaft gestern noch offen.

„Keine Massenentlassung“: Mit Plakaten machten die Beschäftigten an der Prinzregentenstraße vor dem Hauptsitz des Unternehmens auf ihre Forderungen aufmerksam. Zentrale Punkte: Der Banknotendruck soll nicht wie geplant nach Leipzig verlagert werden; andere Bereiche sollen statt ins Ausland nach Louisenthal umgesiedelt werden; Arbeitsplatzabbau nur auf freiwilliger Basis.

Wie kurz vor Weihnachten bekannt wurde, will G&D bis Ende 2016 rund 100 Millionen Euro sparen. Der Banknotendruck soll noch in diesem Jahr nach Leipzig verlegt werden, die Verwaltung verschlankt. In München sollen im Zuge der Umstrukturierung rund 600 Jobs wegfallen.  

mad

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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