Verdi kämpft um Arbeitsplätze

Warnstreik bei Neckermann

Frankfurt - Mit einem ganztägige Warnstreik kämpft die Gewerkschaft Verdi um Hunderte Arbeitsplätze beim Versandhändler Neckermann. Der Streik soll eine Warnung und Aufforderung zugleich sein.

Die Arbeitsniederlegung an diesem Montag (11.6.) sei die Antwort „auf die sture Haltung der Arbeitgeberseite“, erklärte Verdi.

Eine erste Verhandlungsrunde mit dem Unternehmen über einen Sozialplan und eine Beschäftigungsgesellschaft war am vergangenen Donnerstag ergebnislos beendet worden. Verdi wirft den Arbeitgebern vor, Menschen ohne finanzielle Abfederung und ohne Qualifizierung in einer Transfergesellschaft entlassen zu wollen. Das vom US-Investor Sun Capital beherrschte Handelsunternehmen will zum Jahresende 1380 von 2500 Stellen in Frankfurt streichen.

„Der Streiktag ist Warnung und eine Aufforderung zugleich"

„Der Streiktag ist Warnung und eine Aufforderung zugleich, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen“, sagte der Frankfurter Gewerkschaftssekretär Wolfgang Thurner, der auch Mitglied des Aufsichtsrats von Neckermann ist: „Die Belegschaft ist jedenfalls kampfbereit und lässt sich nicht einfach vom Hof jagen.“

Das Neckermann-Management will gegen den Widerstand der Belegschaft den Eigenhandel mit Textilien ebenso aufgeben wie das Zentrallager in Frankfurt. Neckermann will künftig als reiner Online-Versender mit den Schwerpunkten Technik und Möbel agieren.

Die Gewerkschaft fordert Abfindungen für Mitarbeiter, die ihren Job verlieren, sowie eine Transfergesellschaft. Zu dem Warnstreik m Montag sind die Beschäftigten in den Betrieben Happy Size Company, Neckermann Contact Customer Services, neckermann.de und Neckermann Logistik aufgerufen.

dpa

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