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Bei der Bahn kommt es am Donnerstag zu Warnstreiks.

Warnstreiks bei der Bahn - Informationen für Fahrgäste

Frankfurt/Berlin - Auf Bahnkunden in Deutschland kommen an diesem Donnerstag erhebliche Behinderungen wegen Warnstreiks zu. Von 4.30 Uhr an bis zum späten Vormittag sollen mehrere Hundert Beschäftigte die Arbeit niederlegen, wie die Gewerkschaften Transnet und GDBA am Mittwoch mitteilten.

"Es macht uns auch keinen Spaß, die Fahrgäste zu verärgern", sagte ein Gewerkschaftsmitarbeiter in München. Die Arbeitsbedingungen einiger Bahnangestellter aber ähnelten "moderner Sklaverei". Die beiden Gewerkschaften fordern unter anderem mindestens zwölf freie Wochenenden im Jahr und bessere Nachtdienstregelungen für rund 130 000 Beschäftigte. Außerdem verlangen sie zehn Prozent mehr Geld. Die Bahn hat bisher jeweils ein Prozent höhere Einkommen für 2009 und 2010 sowie Einmalzahlungen angeboten.

Bahnstreiks angekündigt - Ein Rückblick

Von Freitag bis Montag werde es voraussichtlich keine weiteren Warnstreiks geben, sagte Transnet-Chef Alexander Kirchner. Er gehe davon aus, dass der Arbeitgeber sich bewege und neue Vorschläge mache. Die Gewerkschaften betonten, den Schienenverkehr am Donnerstag "auch mit Rücksicht auf die Bahnkunden nicht vollständig lahmlegen" zu wollen. Zudem könne es nötig sein, in den Aktionen steigerungsfähig zu sein.

dpa

Informationen für Fahrgäste

Die Bahn wird die Fahrgäste zu den Auswirkungen auf den Bahnverkehr zeitnah auf folgenden Wegen informieren:

  • über die kostenlose Telefon-Hotline unter 08000 99 66 33. (Aus dem Ausland unter der Nummer +49 1805 33 44 44, Gebühren je nach Herkunftsland und Provider)
  • über die offizielle Homepage: www.bahn.de
  • Kurzfristige Änderungen im Fahrplanablauf können außerdem unter www.bahn.de/risabgerufen werden.
  • Nutzer eines WAP-fähigen Mobiltelefons können aktuelle Reiseinformationen über mobile.bahn.de/ris  abrufen.


Kulanzregelungen

Außerdem werden einige Kulanzregelungen in Kraft treten. Bei einem Zugausfall oder einem verpassten Anschluss kann der Kunde somit mit dem nächsten - auch höherwertigen - Zug weiterfahren.

Bei Angeboten, die zugebunden sind, wird diese Gebundenheit aufgehoben. Dies betrifft Inhaber von Sparpreis-, Dauer-Spezial-, Europa-Spezial- oder Gruppen-Fahrkarten. Somit können auch diese Fahrgäste jede weitere Verbindung kostenfrei nutzen.

Fahrgäste, die aufgrund streikbedingter Zugausfälle oder Verspätungen ihre Reise nicht antreten konnten, haben bis 15. Februar die Möglichkeit zur kostenlosen Erstattung von Tickets und Reservierungen. Die DB erstattet auch Fahrkarten wie das Dauer-Spezial, Länder-Tickets und das Schönes-Wochenende-Ticket kostenlos, die sonst nicht zurückgegeben werden können. DB-Zeitkarten werden anteilig erstattet, wenn der Geltungsbereich der Fahrkarte sowie der Reisetag direkt betroffen sind.

mm

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