Warnstreiks im Braugewerbe - NGG verlangt sechs Prozent mehr Geld

München/Regensburg - Mit ersten Warnstreiks haben Beschäftigte des bayerischen Braugewerbes ihre Forderungen in der laufenden Tarifrunde untermauert. Rund 350 Mitarbeiter von "Herrenbräu" in Ingolstadt sowie der Spaten-Löwenbräu-Gruppe in Dachau hätten sich an den Arbeitsniederlegungen beteiligt, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) am Donnerstag in München.

Die Gewerkschaft verlangt für die rund 10 000 Beschäftigten des Braugewerbes Lohnerhöhungen von sechs Prozent für sechs Monate, zudem sollen Auszubildende für 12 Monate übernommen werden. Die Arbeitgeber hätten bisher zwei Prozent für 12 Monate angeboten, hieß es. Parallel fand am Donnerstag in Regensburg die dritte Verhandlungsrunde statt.

Die Bierversorgung in Bayern ist nach Gewerkschaftsangaben derzeit noch nicht gefährdet. "Die Lagerkapazität der meisten Brauereien liegt bei einer Woche", sagte der Sprecher. "Danach wird es allerdings eng." Sollte es nicht bald zu einer Einigung kommen, sei die Gewerkschaft auf weitere Warnstreiks vorbereitet. Der Tarifvertrag war zum 30. November 2007 gekündigt worden.

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