Warnstreiks in Bayern

München - Beschäftigte des Einzelhandels in den ländlichen Regionen Bayerns haben am Dienstagmorgen mit Warnstreiks begonnen. Die Gewerkschaft will den Druck zur nächsten Tarifverhandlung erhöhen.

Beschäftigte des bayerischen Einzelhandels haben ihrer Forderung nach höheren Löhnen am Dienstag mit Warnstreiks Druck verliehen. In vielen ländlichen Regionen des Freistaats und einigen Städten seien insgesamt mehr als 400 Menschen auf der Straße gewesen, teilte Verdi-Verhandlungsführer Hubert Thiermeyer mit. Unter anderem in München, Traunstein und Schweinfurt legten die Angestellten von Discountern und Supermärkten um 06.00 Uhr die Arbeit für den Tag nieder. In einem Rosenheimer Warenhaus sei zum ersten Mal seit 20 Jahren gestreikt worden. „Man merkt, dass der Unmut gewaltig ist“, sagte Verdi-Fachbereichssekretär Dirk Nagel.

Mit den Protesten will Verdi den Forderungen in der Tarifrunde der Branche Nachdruck verleihen. Die Gewerkschaft verlangt für die 335 000 Einzelhandelsbeschäftigten im Freistaat 6,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 140 Euro mehr pro Monat.

Die Arbeitgeber hatten dies als unrealistisch zurückgewiesen. Nach einer ergebnislosen ersten Runde sollen die Verhandlungen am 14. Juni fortgesetzt werden. Verdi kündigte weitere Aktionen in den kommenden Tagen und Wochen an.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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