Warnstreiks legen Berliner Flughäfen lahm

Berlin - Auf den Flughäfen Tegel und Schönefeld ging nichts mehr: Ein Warnstreik des Bodenpersonals hat den Flugverkehr von und nach Berlin am Dienstagmorgen bis 9.30 Uhr komplett lahmgelegt.

Die Feuerwehren auf den Flughäfen in Tegel und Schönefeld legten um 6 Uhr ihre Arbeit für dreieinhalb Stunden nieder. Da ohne Feuerwehr nicht gestartet und gelandet werden darf, fielen nach dpa-Angaben 78 Flüge aus. Laut AP sollen insgesamt 136 Flüge gestrichen oder verschoben worden sein.

Allein in Tegel fielen bis zum Ende des Ausstandes bis 9.30 Uhr 50 Starts und Landungen aus, sagte ein Flughafensprecher laut dpa. In Schönefeld seien jeweils 14 Hin- und Rückflüge durch den befristeten Ausstand gestrichen worden. Betroffen waren mehrere tausend Passagiere - auch aus München: drei Maschinen von und nach Berlin fielen aus, sagte ein Flughafensprecher. Acht hoben mit Verspätung ab.

Es ist bereits der zweite Warnstreik in diesem Monat im Rahmen des Tarifkonflikts bei den Berliner Flughäfen. Am 12. Februar waren wegen jeweils zweistündiger Arbeitsniederlegungen in Tegel und Schönefeld aber nur 18 Flüge ausgefallen.

Die Gewerkschaft Verdi will mit den Warnstreiks Druck für ihre Forderung von acht Prozent mehr Geld für die insgesamt 1500 Beschäftigten machen. Verdi-Verhandlungsführer Holger Rößler sagte dem Sender N24 zu den Folgen für die Fluggäste: “Wir hätten es ebenfalls gerne anders. Wir machen es ja nicht aus Jux und Dollerei hier, sondern es ist wirklich bitterernst. Leider haben die Berliner Flughäfen uns trotz des letzten Warnstreiks kein verbessertes Angebot vorgelegt, deswegen mussten wir dem heute noch einmal Nachdruck verleihen.“

Die Flughafengesellschaft bietet bei den Tarifverhandlungen ein Plus von 2,6 Prozent sowie 1250 Euro Einmalzahlung an. Am Dienstagnachmittag (14 Uhr) soll in Berlin zum fünften Mal verhandelt werden. Die Arbeitgeber seien bereit, auf ver.di noch weiter zuzugehen, sagte der Flughafensprecher. Die Gewerkschaft müsse sich aber auch bewegen.

tba/dpa/ap

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