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Münchner Feuerwehrleute demonstrieren für mehr Geld. Auch am kommenden Dienstag werden Feuerwehr und Polizeibeamte wieder – in ihrer Freizeit – auf die Straße gehen, gemeinsam mit den Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst. 

Zweiter Warnschuss

Öffentlicher Dienst: Am Dienstag wird gestreikt

München - Es ist der zweite Warnschuss an die Arbeitgeber im öffentlichen Dienst. Die Gewerkschaft Verdi hat mit der Gewerkschaft der Polizei (GdP) zu einem Streik- und Aktionstag am Dienstag aufgerufen.

Welche Einrichtungen am 5. März in Bayern betroffen sind, soll am Montag mitgeteilt werden. Sicher ist, dass in München erneut hunderte Beschäftigte an Unikliniken, Theatern und in der Verwaltung ihren Dienst niederlegen werden. Das kann auch zu Einschränkungen für die Bürger führen.

„Die Streikbereitschaft ist sehr hoch“, sagt Heinrich Birner, Geschäftsführer der Gewerkschaft verdi in München. Neben dem Warnstreik ist am Dienstag in München eine Demonstration zum Odeonsplatz geplant. Dort soll um 12 Uhr eine Kundgebung stattfinden. Zur Teilnahme sind auch Polizei- und Feuerwehrbeamte aufgerufen, die kein Streikrecht haben. Insgesamt erwartet Birner 800 Teilnehmer.

„Wir wollen die Arbeitgeber treffen, es darf zu keinen Sachschäden oder Gesundheitsgefährdungen kommen“, erklärt Birner. Dennoch könne es zu Einschränkungen in den Münchner Kliniken – rechts der Isar, Großhadern und Innenstadtklinikum – kommen. „Wir schließen nicht aus, dass verschiebbare Operationen ausfallen oder es zu längeren Wartezeiten kommt“, so Birner. Die Notfallversorgung sei aber gewährleistet. Die Straßenmeistereien streiken zwar, kommt es zu Schneefall oder Blitzeis, würden Räum- und Streudienst aber aus dem Streik ausgenommen, beteuert Birner. An den Münchner Staatstheatern könnten einzelne Aufführungen ausfallen.

Mit den Aktionen wollen die Gewerkschaften vor der nächsten Tarifrunde am 7./8. März Druck auf die Arbeitgeber ausüben. Die Gewerkschaften fordern 6,5 Prozent mehr Lohn – die Arbeitgeber haben bisher kein Angebot vorgelegt.  

mad

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