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Auf einem Hinweisschild der Rheinbahn wird am Montag in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) der Warnstreik im öffentlichen Dienst angekündigt.

Öffentlicher Dienst

Warnstreiks in mehreren Bundesländern

Berlin - Vor der zweiten Verhandlungsrunde in dieser Woche rufen Gewerkschaften zu Warnstreiks auf. Den Auftakt bildet Niedersachsen. Nordrhein-Westfalen, Hessen und Bayern folgen am Dienstag.

Vor der zweiten Tarifrunde im öffentlichen Dienst lassen die Gewerkschaften ihre Muskeln spielen: Am Montag legten Angestellte des öffentlichen Dienstes in vielen Städten ihre Arbeit nieder. Vor allem in Niedersachsen, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Berlin blieben Kitas und öffentliche Verwaltungen geschlossen, Krankenhäuser wurden bestreikt. Die Gewerkschaften bezeichneten die Aktionen als Achtungszeichen. Für Dienstag sind Warnstreiks in den großen Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Bayern und Hessen geplant.

Am vergangenen Donnerstag war der Auftakt der Tarifverhandlungen für die 2,1 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen ergebnislos zu Ende gegangen. Die Gewerkschaften fordern eine Anhebung der Gehälter um 100 Euro sowie einen zusätzlichen Lohnzuwachs von 3,5 Prozent. Die Arbeitgeber lehnten dies ab, ohne bisher ein eigenes Angebot vorzulegen. Die nächsten Gespräche sind für kommenden Donnerstag und Freitag anberaumt. Die dritte Verhandlungsrunde soll ab dem 31. März stattfinden. Erste Warnstreiks hatte es bereits am Freitag in Niedersachsen gegeben.

Streiks in den Bundesländern

Am Montag ruhte in Braunschweig nach Angaben eines Gewerkschaftssprechers seit dem frühen Morgen der Nahverkehr. In Berlin gab es einen ganztägigen Warnstreik in sechs Vivantes-Kliniken. In Sachsen-Anhalt legten knapp 600 Beschäftigte für mehrere Stunden die Arbeit nieder. Bei einem Warnstreik unterstrichen Mitarbeiter der Stadtverwaltungen Halle, Magdeburg, Köthen sowie des Klinikums Dessau-Roßlau ihre Forderungen. In Konstanz gab es unter anderem einen ganztägigen Ausstand in der Stadtverwaltung, auch in einigen thüringischen Städten traten die Mitarbeiter der Verwaltungen in den Ausstand.

Für Dienstag sind unter anderem Aktionen in Bayern, Hessen und Brandenburg geplant. In NRW sollen Busse und Bahnen in den Depots bleiben. Der öffentliche Nahverkehr in den Ballungsräumen an Rhein und Ruhr werde in weiten Teilen ganztägig zum Erliegen kommen oder stark eingeschränkt sein. Auch kommunale Kitas blieben vielerorts geschlossen, hieß es. Auch sollten Mitarbeiter von Müllabfuhr, Jobcentern sowie das Personal in zahlreichen Kliniken die Arbeit niederlegen. Insgesamt sind in dem bevölkerungsreichsten Bundesland mehr als 45 000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes zu Warnstreiks aufgerufen. „Auf zarte Hinweise reagiert die Arbeitgeberseite heutzutage leider gar nicht mehr, deshalb müssen wir gleich deutlich werden“, sagte der Sprecher von Verdi-NRW Günter Isemeyer.

dpa

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