Warnstreiks im öffentlichen Dienst werden wahrscheinlicher

Potsdam - Im öffentlichen Dienst in Deutschland werden Warnstreiks immer wahrscheinlicher. In der am Dienstag in Potsdam fortgesetzten dritten Tarifrunde war noch keine Annäherung erkennbar.

Die Arbeitgeber legten bislang kein neues Angebot vor. "Auf dieser Basis kommen wir nicht zusammen", sagte der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Frank Bsirske. Der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU), gab am Morgen keinen Kommentar ab.

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und die Tarifunion des Beamtenbundes dbb verlangen für die 1,3 Millionen Tarifangestellten des Bundes und der Kommunen acht Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro im Monat. Die Arbeitgeber boten fünf Prozent, aber verteilt auf zwei Jahre und drei Schritte.

Der Vorsitzende der dbb Tarifunion, Frank Stöhr, warf Bund und Kommunen vor, ihr Angebot bedeute einen Reallohnverlust und kopple die Beschäftigten von der allgemeinen Entwicklung ab. Der Präsident der kommunalen Arbeitgeberverbände, Thomas Böhle, ließ wenig Hoffnungen für eine baldige Einigung erkennen. Warnstreiks könnten viele Bereiche betreffen. Bsirske nannte Krankenhäuser, Kindertagesstätten, die allgemeine Verwaltung des Bundes und der Kommunen sowie die Bereiche Verkehr, Entsorgung und Versorgung.

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