Warnstreiks im Regionalverkehr? 

Hamburg - Die Bahnbranche steht einem Zeitungsbericht zufolge vor Warnstreiks im Regionalverkehr. Eine DB-Sprecherin sagte hingegen: "Wir setzen weiter auf eine Lösung auf dem Verhandlungsweg."

Nach Informationen der “Financial Times Deutschland“ (Dienstagausgabe) wollen die Gewerkschaften Transnet und GDBA am Dienstag zu Arbeitsniederlegungen in der kommenden Woche aufrufen. Im Visier ist neben den Rivalen der Deutschen Bahn auch der Konzern selbst. “Die Streiks werden spürbar sein“, hieß es in Gewerkschaftskreisen. Damit eskaliere dem Blatt zufolge der Konflikt um einen Bahnmindestlohn, der bisher am Verhandlungstisch ausgetragen wurde.

Ein Branchentarifvertrag soll verhindern, dass der Wettbewerb auf Regionalstrecken über die Löhne ausgetragen wird. Die Löhne der DB-Wettbewerber lägen teils mehr als 20 Prozent unter dem der Bahn. Der Konzern reagiere darauf mit der Ausgründung von Billigtöchtern, die nicht tarifgebunden sind. “Wir haben kein Verständnis, dass über unser Angebot noch nicht einmal gesprochen wird“, sagte ein Sprecher der Bahn-Rivalen.

Sie hatten am Freitag nach eigenen Angaben zumindest für Lokführer eine mit der Bahn vergleichbare Bezahlung angeboten. Eine DB-Sprecherin sagte: “Wir setzen weiter auf eine Lösung auf dem Verhandlungsweg.“ Die DB macht ihre Zustimmung zum Branchentarif von einer Einigung der Gewerkschaften mit ihren Wettbewerbern abhängig.

dapd

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