Warnstreiks vor Stahl-Tarifrunde in mehreren Bundesländern

- Siegen/Dillenburg - Wenige Stunden vor dem Start der vierten Tarifrunde in der nordwestdeutschen Stahlindustrie hat die IG Metall Warnstreiks in mehreren Bundesländern gestartet.

In Nordrhein-Westfalen legten Stahlarbeiter die Arbeit in mehreren Stahlbetrieben in Mülheim an der Ruhr und Siegen nieder. Im hessischen Dillenburg beteiligten sich 230 Beschäftigte der ThyssenKrupp Nirosta. In Niedersachsen gingen Stahlwerker der Georgsmarienhütte auf die Straße.

Bis zum Mittag sollen in NRW noch die Stahlstandorte Krefeld und Olpe folgen. In Mülheim wird Verhandlungsführer Detlef Wetzel zu einer Kundgebung erwartet. Im ostdeutschen Eberswalde legten im Zuge der dortigen Tarifauseinandersetzung 150 Walzwerker die Arbeit nieder.

Am Nachmittag wollten die Tarifparteien in Essen zur 4. Verhandlungsrunde für die 85 000 Beschäftigten in NRW, Niedersachsen und Bremen zusammenkommen. Die IG Metall verlangt wegen der guten Ertragslage in der Stahlindustrie sieben Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Die Arbeitgeber bieten bislang 3 Prozent sowie 500 Euro Einmalzahlung bei 19 Monaten Laufzeit. Angebot und Forderung in der ostdeutschen Tarifrunde für 8000 Beschäftigte entsprechen derzeit dem nordwestdeutschen Stand.

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