Warnstreiks bei Versicherungen

- Düsseldorf - Im Tarifstreit der Versicherungsbranche haben rund 1500 Beschäftigte mit einem Warnstreik in Düsseldorf den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen verlangt. Zudem fordert die Gewerkschaft ver.di für die bundesweit 240 000 Beschäftigten 4,5 Prozent mehr Geld, betonte Sprecher Frank Fassin am Mittwoch. Von den Warnstreiks betroffen waren in Düsseldorf die ERGO-Gesellschaften Vicoria, Hamburg-Mannheimer sowie die AXA und die Provinzial Rheinland. Am Donnerstag (24.11.) werde in Köln ein Warnstreik "mit einer Beteiligung in etwa derselben Größenordnung" stattfinden.

Falls die dritte Verhandlungsrunde am kommenden Montag (28.11.) in Hamburg scheitern sollte, will die Dienstleistungsgewerkschaft ihren Druck erhöhen: "Wir werden dann in richtige Streiks treten müssen", sagte Fassin.

Die Arbeitgeber, die bisher kein Angebot vorgelegt hatten, konnten in den letzten zwei Jahren laut ver.di "hervorragende Geschäftsergebnisse" erzielen. Dies sei in der Vergangenheit durch massiven Stellenabbau "auf dem Rücken der Beschäftigten" erfolgt. Bei der nun anstehenden Umstrukturierung der Branche müsse auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet werden.

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