Warnstreiks in westdeutscher Stahlindustrie

- Bremen/Düsseldorf - Einen Tag vor dem Start der vierten Tarifrunde für die westdeutsche Stahlindustrie hat die IG Metall am Dienstag mit Warnstreiks begonnen. Im Stahlwerk Bremen beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben seit den frühen Morgenstunden rund 200 der 2500 Mitarbeiter. Dort fand zudem eine Kundgebung statt. Auch in Salzgitter haben die Beschäftigten seit dem frühen Morgen die Arbeit nieder gelegt.

Am Nachmittag werden rund 1000 Teilnehmer bei der Salzgitter AG zu einer Kundgebung mit IG Metall-Vize Berthold Huber erwartet, wie die Gewerkschaft am Dienstag mitteilte. Auch in Duisburg, Bochum, Mülheim und weiteren Städten finden Warnstreiks statt.<BR><BR>Die Arbeitgeber hatten eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 1,9 Prozent mit einer Laufzeit von 19 Monaten sowie eine Einmalzahlung von 500 Euro vorgeschlagen. Die IG Metall fordert für die 85 000 Beschäftigten Einkommenszuwächse von 6,5 Prozent für zwölf Monate. "Wir erwarten uns von dem Streik, dass die Arbeitgeber ein deutlich verbessertes Angebot vorlegen werden", sagte Dieter Reinke von der IG Metall Bremen.

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