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Geschockter Börsianer in der Frankfurter Börse im Herbst 2008. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) befürchtet angesichts der ausufernden Staatsverschuldung eine neuerliche Finanzmarktkrise.

BIZ warnt vor zweiter Finanzkrise

Genf - Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) befürchtet angesichts der ausufernden Staatsverschuldung eine neuerliche Finanzmarktkrise.

Schon ein kleines Schockereignis könnte “eine Wiederholung der Ereignisse auslösen, die wir Ende 2008 und Anfang 2009 erlebt haben“, heißt es im am Montag veröffentlichten Jahresbericht der BIZ, einem Zusammenschluss der größten Zentralbanken weltweit. Während damals die Regierungen einsprangen, um wankende Banken mit Steuergeldern zu stützen, gäbe es bei einer neuerlichen Krise kaum noch Spielraum für solche Rettungsaktionen, warnt die BIZ.

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Überdies seien die Leitzinsen im Euroraum und vielen Staaten bereits so niedrig, dass auch die Zentralbanken kaum noch Möglichkeiten hätten, mehr Geld in die Märkte zu pumpen. Die Regierungen müssten daher die Neuverschuldung dringend reduzieren und strukturelle Reformen durchführen, um langfristig auch die Gesamtverschuldung in den Griff zu bekommen. Um die Anhäufung neuer Risiken in den Bilanzen der Banken zu verhindern, empfiehlt die BIZ striktere Eigenkapitalvorschriften. Zur Einführung einer Bankenabgabe äußert sich die “Zentralbank der Zentralbanken“ skeptisch: Mit einer Besteuerung der Bankgewinne könnten zwar “theoretisch dieselben Ziele erreicht werden“ wie mit strikten Eigenkapitalvorschriften, eine steuerliche Lösung sei aber sehr kompliziert.

apn

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