Warsteiner will Erdinger und Jever kaufen

- Warstein - Die Warsteiner-Brauerei will weiter auf Einkaufstour in Deutschland gehen. "Wir haben großes Interesse an Erdinger und Jever", sagte Warsteiner-Geschäftsführer Gustavo Möller-Hergt der "Welt am Sonntag". Vor wenigen Tagen erst hatte Warsteiner die Altbier-Brauerei Frankenheim übernommen. "Unsere Kriegskasse ist gefüllt und wir können noch einige Akquisitionen betreiben, wenn die Brauereien zu uns passen", erklärte Warsteiner-Inhaber Albert Cramer.

Ein Sprecher der Privatbrauerei Erdinger Weißbräu sagte am Samstagabend: "Erdinger Weißbräu ist und bleibt unverkäuflich." Die Brauerei werde auch künftig im 100-prozentigen Privatbesitz von Inhaber Werner Brombach bleiben. Es hätten keine Gespräche oder Verhandlungen mit einem Übernahmeinteressenten stattgefunden. Warsteiner würde sich mit diesen Zukäufen mit einem Schlag wieder an die Spitze unter Deutschlands Bieren katapultieren. Die sauerländische Brauerei (3,7 Millionen Hektoliter Bierausstoß im Jahr 2004) war in den vergangenen Jahren hinter Marktführer Krombacher (5,44 Mio. hl) und Bitburger (4,12 Mio. hl) zurückgefallen. Mit Jever (1,22 Mio. hl) möchte Warsteiner den norddeutschen Raum abdecken und ein Gegengewicht zu Becks aufbauen. Im Süden Deutschlands soll die Position mit Erdinger (1,45 Mio. hl) deutlich ausgebaut werden. Finanzieren will Cramer weitere Übernahmen mit dem Verkauf von Immobilien. So sind sieben Hotels der Welcome-Gruppe in seinem Besitz. "In diesem Bereich kann ich einiges versilbern", sagte Cramer.

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