Waschmaschinen im Test: Qualität gibt es erst ab 500 Euro

- In den allermeisten Haushalten steht eine Waschmaschine. 37 Millionen dieser Automaten sind in Deutschland im Einsatz. Gekauft wird ein neuer Waschautomat in der Regel dann, wenn der alte kaputtgeht. Da so ein Gerät relativ teuer ist und im Laufe des jahrewenn nicht jahrzehntelangen Gebrauchs viel Strom und Wasser verbraucht, sollte besonders Wert auf Qualität und Sparsamkeit gelegt werden. Stiftung Warentest hat 16 Waschmaschinen mit maximal 1200 Schleuderumdrehungen getestet.

Fast jeder zweite Kunde entscheidet sich für ein Modell mit 1400 Schleudertouren pro Minute. 16 Prozent wählen sogar 1600 und mehr. Das sei laut dem Heft "Test" (9/2006) sinnvoll, wenn man die Wäsche anschließend in den stromfressenden Trockner steckt. In diesem Fall sollte die Wäsche vorher möglichst trocken geschleudert sein.

Wer jedoch seine Hemden, Hosen und Handtücher auf die Leine hängt, könne getrost zu günstigeren Modellen mit 1200 Schleudertouren greifen. Trocknet die Wäsche an der Luft, am besten im Freien, dann reichen niedrigere Drehzahlen.

Der Test der 13 Front- und drei Toplader ergab: Viele waschen und spülen genauso gut wie hochtourigere Maschinen, lassen sich leicht bedienen und schützen auch vor Überschwemmungen. Elf Modelle zu Preisen zwischen 500 und 970 Euro er- reichten das Qualitätsurteil "gut".

Der Test zeigte aber auch: Mit dem Preis sinkt die Qualität. Unter 500 Euro gebe es bestenfalls Mittelmaß, so die Verbraucherschützer. Gespart werde vor allem an wichtigen Wasserschutzeinrichtungen und an der Haltbarkeit. Fünf Maschinen (Whirlpool, LG, EBD, Indesit und Samsung) bekamen deswegen schlechtere Noten.

An der Spitze behaupteten sich sechs Front- und drei Toplader. Beste Wahl bei den Frontladern sind Quelle/Privileg 7620 (600 Euro) sowie die baugleichen Modelle Bosch WFX 2441 (705 Euro) und Siemens WXLP 1241 (655 Euro). Bei den Topladern lag die teure Miele W 254 (970 Euro) knapp vorn. Dabei lohnt sich ein Preisvergleich bei unterschiedlichen Händler: Bis zu 250 Euro Unterschied fanden die Tester beim gleichen Gerät.

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