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Im Schnitt werden pro Jahr für Trink- und Abwasser mehr als 200 Euro gezahlt.

Wer am meisten zahlt

So viel Wasser brauchen wir täglich

Berlin - Der Wasserkonsum in Deutschland ist von Bundesland zu Bundesland verschieden, und auch preislich sind die Unterschiede enorm. Wie viel wir täglich verbrauchen und was uns das kostet:

Im Durchschnitt verbraucht ein Bundesbürger nach Angaben des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) 122 Liter Trinkwasser pro Tag. Dabei gibt es große regionale Unterschiede. Liegt der Verbrauch in Sachsen bei 85 Litern pro Tag, beziffert der VKU ihn auf 135 Liter in Nordrhein-Westfalen. Zum Vergleich: Mit 1000 Litern Wasser kann man sich rund 20 Mal duschen, 166 Toilettenspülungen machen und 400 Mal seine Hände waschen.

Die deutschen Wasser- und Abwasserpreise sind je nach Region im EU-Vergleich sehr hoch - sie steigen vielerorts seit Jahren. Pro Kopf werden pro Jahr für Trink- und Abwasser im Schnitt mehr als 200 Euro gezahlt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts zahlte 2010 ein Haushalt mit einem jährlichen Wasserverbrauch von 80 000 Litern im Bundesdurchschnitt 440 Euro - rund 200 Euro für Trinkwasser, der Rest für Abwasser. Für 1000 Liter Trinkwasser zahlten Haushalte im Schnitt 1,65 Euro. Zusätzlich sei von den Versorgern eine Grundgebühr von durchschnittlich 65,60 Euro pro Jahr in Rechnung gestellt worden.

Die preislichen Unterschiede sind enorm. So zahlte ein Haushalt in Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt Trinkwasser- und Abwasserkosten zuletzt von mehr als 550 Euro pro Jahr, in Bayern waren es dem Statistischen Bundesamt zufolge bis 2010 nur 325 Euro. Unterschieden werden muss zwischen Preisen und Gebühren. Hat der Versorger eine öffentlich-rechtliche Organisationsform, werden Gebühren erhoben - der Versorger steht dann nicht unter Kontrolle der Kartellbehörden, sondern kommunaler Aufsichtsbehörden. Wird eine privatrechtliche Form gewählt, etwa eine GmbH, werden Preise erhoben.

dpa

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