WAZ: Lebedew vor Übernahme von Öger Tours

-

Essen (dpa) - Die Übernahme des Hamburger Reiseveranstalters Öger Tours durch den russischen Milliardär Alexander Lebedew steht nach einem Zeitungsbericht unmittelbar bevor.

Nach Informationen der in Essen erscheinenden "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ/Montag)) aus unternehmensnahen Kreisen treffen sich beide Seiten am Montag vor einem Notar, um die Übernahme zu bestätigen. Der bisher genannte Kaufpreis von 125 Millionen Euro gelte allerdings als zu hoch angesetzt.

Lebedew, der laut Forbes-Liste über ein Vermögen von 3,1 Milliarden Dollar verfügt, will dem Bericht zufolge 76 Prozent an dem Hamburger Reiseveranstalter übernehmen. Öger ist die Nummer sechs der Branche in Deutschland und spezialisiert auf Türkei-Reisen. Das mache Öger interessant für Lebedew, da die Türkei das Hauptreiseziel russischer Touristen im Ausland ist.

Stark profitieren von dem Deal wird laut WAZ auch die Düsseldorfer Fluggesellschaft Blue Wings. Sie ist zu 48 Prozent im Besitz von Lebedew und steuert bereits zahlreiche Ziele in der Türkei, in Osteuropa und in Russland an. Mit der Übernahme von Öger dürfte Lebedew Blue-Wings-Maschinen noch stärker als bisher schon in Osteuropa und in der Türkei einsetzen. (Der Bericht lag in redaktioneller Fassung vor)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Lufthansa nimmt Milliarde in die Hand
In der Air-Berlin-Pleite macht die Lufthansa Nägel mit Köpfen: Die Frankfurter nehmen eine Milliarde Euro zum Flugzeugkauf in die Hand. Bei Air Berlin zittern die …
Lufthansa nimmt Milliarde in die Hand
Uniper-Vertreter fürchten um Jobs
Nach der Verdopplung seines Börsenwertes steht der Energiekonzern Uniper vor einer Übernahme durch den finnischen Versorger Fortum. Die Arbeitnehmervertreter bangen um …
Uniper-Vertreter fürchten um Jobs
Darum rät die EU-Kommissarin keine Fischstäbchen zu kaufen 
Butterkekse ohne Butter, Fischstäbchen fast ohne Fisch: Die EU-Kommission rät Osteuropäern vom Kauf minderwertiger Marken-Lebensmittel ab.
Darum rät die EU-Kommissarin keine Fischstäbchen zu kaufen 
Fipronil-Skandal: EU-Kommission ist gegen Sanktionen
Die EU-Kommission will im Skandal um den Giftstoff Fipronil in Eiern keine Sanktionen, wegen der späten Information der Mitgliedstaaten, erheben. 
Fipronil-Skandal: EU-Kommission ist gegen Sanktionen

Kommentare