+
Ikea-Neueröffnung in Hamburg-Altona: Beim Möbelriesen übernimmt ein neuer Chef. Foto: Daniel Reinhardt

Schwede folgt auf Schweden

Wechsel an der Spitze des Möbel-Riesen Ikea

Beim Ikea-Konzern übernimmt ein neuer Chef. Erneut ist es ein Schwede, obwohl der Konzern längst in den Niederlanden sitzt und seine Wachstumschancen in China oder Indien sieht.

Leiden/Hofheim (dpa) - Der Möbelhändler Ikea setzt in seiner Chef-Etage weiterhin auf Manager aus dem Heimatland Schweden. Zum 1. September übernimmt der in Göteborg geborene Jesper Brodin den Vorsitz der globalen Ikea-Group, wie das Unternehmen am niederländischen Konzernsitz Leiden mitteilte.

Er folgt seinem Landsmann Peter Agnefjäll, der das Unternehmen auf eigenen Wunsch zu einem nicht genannten Ziel verlässt. Vor einer neuen Aufgabe wolle er zunächst Zeit mit seiner Familie verbringen, ließ der 46-Jährige wissen. Er hatte den Konzern seit 2013 geführt und unter anderem den Online-Verkauf vorangebracht.

Sein 48 Jahre alter Nachfolger Brodin arbeitet den Angaben zufolge seit 1995 in verschiedenen Positionen bei Ikea, unter anderem als Assistent des legendären Ikea-Gründers Ingvar Kamprad. Zuletzt hatte er die Kreativzentrale "Ikea of Sweden" geleitet und damit für die Lieferketten und die Entwicklung des Sortiments verantwortlich gezeichnet.

An der weltweiten Expansionsstrategie und dem Umsatzziel von 50 Milliarden Euro im Jahr 2020 werde sich mit dem Wechsel nichts ändern, kündigte der Chef der übergeordneten INGKA-Holding, Lars-Johan Jarnheimer, an. Große Wachstumschancen sehe man in China, Indien und den USA, sagte der scheidende Chef Agnefjäll der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Im Geschäftsjahr 2015/2016 (31. August) hatte Ikea weltweit 34,2 Milliarden Euro erlöst, davon 4,75 Milliarden Euro auf seinem größten Einzelmarkt Deutschland. Der globale Gewinn war von 3,5 auf 4,2 Milliarden Euro gestiegen.

Aktuell betreibt Ikea 348 eigene Einrichtungshäuser und 45 Einkaufszentren. Zum Ende des Geschäftsjahres hatte der Konzern 163 600 Mitarbeiter.

Ikea Geschäftsjahr 2015/2016

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Wegen Trumps Sanktionen: DB und Telekom ziehen sich aus Iran zurück
Die Deutsche Bahn und die Deutsche Telekom lassen ihre Aktivitäten im Iran wegen der Sanktionen der US-Regierung auslaufen.
Wegen Trumps Sanktionen: DB und Telekom ziehen sich aus Iran zurück
Spritpreise erreichen Drei-Jahres-Hoch: Das ist der Grund
Die Spritpreise haben ein Drei-Jahres-Hoch erreicht.
Spritpreise erreichen Drei-Jahres-Hoch: Das ist der Grund
Bald auch Carsharing: Sixt wächst rasant
Seit Jahren legt der Autovermieter Sixt immer neue Rekordzahlen vor. Heute sorgen Urlauber und das US-Geschäft für Rückenwind. Bald sollen Kunden Autos für Stunden oder …
Bald auch Carsharing: Sixt wächst rasant
Uber: Riesenverluste durch Entwicklung selbstfahrender Autos
San Francisco (dpa) - Der Fahrdienstvermittler Uber hat in den vergangenen Monaten Tag für Tag bis zu zwei Millionen Dollar für die Entwicklung selbstfahrender Autos …
Uber: Riesenverluste durch Entwicklung selbstfahrender Autos

Kommentare