Hausratversicherung

Ein Wechsel kann 200 Euro sparen

München - Feuer, Einbrecher oder ein gebrochenes Rohr: Ist der Hausrat versichert, zahlt den Schaden zumindest teilweise die Assekuranz. Wer sich schützen will, sollte die Angebote genau vergleichen – und gut überlegen, was er eigentlich braucht.

Wozu dient die Hausratversicherung?

Eine Hausratversicherung springt ein, wenn durch Feuer, Leitungswasser, Blitzschlag, Explosion, Einbruchdiebstahl, Raub oder Sturm Schäden am Hausrat entstehen. „Darunter fallen alle Gegenstände, die mobil und nicht fest installiert sind“, sagt Katrin Rüter de Escobar vom Versicherungsverband GDV in Berlin. Das sind Möbel, Kleidung oder Elektrogeräte. Gegen einen Zuschlag lässt sich der Schutz auf eine Zweitwohnung ausweiten. Nach einem Schadensfall erstattet die Versicherung stets so viel, dass ihre Kunden beschädigte Gegenstände reparieren lassen oder sich Gleichwertiges neu kaufen können. Sie übernimmt weiterhin Aufräumkosten, etwa für den Abtransport von kaputten Möbeln. Wer etwa nach einem Feuer nicht mehr zu Hause wohnen kann, dem werden bis zu einer gewissen Grenze die Hotelkosten gezahlt.

Braucht jeder Haushalt einen solchen Schutz?

„Wer sich nicht absichert, ist ohne Rücklagen vielleicht finanziell ruiniert, wenn durch einen Brand die Einrichtung komplett zerstört wird“, schreiben die Fachleute der Stiftung Warentest im Magazin „Finanztest“. Ein Muss sei eine Hausrat-Police aber nicht immer: Wer nur Dinge von geringem Wert besitzt, könne sich überlegen, auf einen Abschluss zu verzichten. Auszbildende, Studenten, Wehr- oder Zivildienstleistende sind über die Police der Eltern mitgeschützt und brauchen keinen Extra-Vertrag. Voraussetzung dafür ist laut „Finanztest“ aber, dass der Hauptwohnsitz bei den Eltern gemeldet ist und der Hausrat nur vorübergehend in Wohnheim oder WG lagert. „Das sollten die Eltern dem Versicherungsunternehmen aber idealerweise mitteilen“, sagt GDV-Sprecherin Rüter.

Was kostet eine Police?

Das hängt wesentlich vom Leistungsumfang und dem Wohnort ab. So kostet der Versicherungsschutz in Großstädten in der Regel mehr, weil dort das Einbruchrisiko statistisch gesehen höher ist. Ebenfalls preistreibend wirkt sich das Umfeld aus: Befinden sich in der Nachbarschaft feuergefährliche Betriebe, fallen höhere Beiträge an. Die Preisunterschiede sind bei gleichem Leistungsumfang erheblich. Ein Vergleich von 52 Versicherungen der Stiftung Warentest ergab Differenzen von 200 Euro im Jahr. Wer eine Police abschließen will, sollte deshalb mehrere Angebote einholen und vergleichen. Versicherte sollten das Einsparpotenzial durch einen Wechsel prüfen. Günstige Gesellschaften sind laut den Warentestern LBN, Asstel und Docura sowie Karstadt-Quelle und Neckermann auf dem Land.

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