Wechselkurs belastet Audi

- Stuttgart - Wechselkursschwankungen und die Konjunkturflaute machen der VW-Tochter Audi trotz eines weltweiten Absatzrekords im ersten Halbjahr zu schaffen. Es werde "massiv schwieriger", die Gewinnziele für 2003 zu erreichen, sagte Audi-Chef Martin Winterkorn in Stuttgart. Wie die Konkurrenten BMW und Mercedes-Benz kämpft Audi in Deutschland mit sinkendem Absatz. Ende Juni lagen die Verkaufszahlen mit 122 862 Autos um 3,1 Prozent niedriger als vor Jahresfrist.

<P>"Ich kann nicht frohlocken, bin aber auch nicht zu Tode betrübt", sagte Winterkorn. Ein Großteil der Belastungen sei mit Kostenreduzierungen und Produktivitätssteigerungen aufgefangen worden. Personalabbau sei bei Audi kein Thema. An der Preisschraube werde nicht gedreht. "Wir beteiligen uns nicht an der Rabattschleuderei in den USA." Der Audi-Marktanteil in Deutschland sank von 7,5 auf 7,4 Prozent. In Westeuropa erreichte der Autobauer dagegen mit 4,1 Prozent eine Bestmarke.</P><P>Rund um den Globus verkauften die Ingolstädter so viele Fahrzeuge wie noch nie in einem Halbjahr. Der Absatz stieg um 1,4 Prozent auf 388 000 Fahrzeuge. Allein das China-Geschäft (29 000 Fahrzeuge) legte um 80 Prozent zu und soll 2003 Gewinn abwerfen. Die italienische Sportwagen-Tochter Lamborghini werde beim Ergebnis eine schwarze Null schreiben, sagte der Vorstandsvorsitzende der Audi AG. Um die Jahresproduktion von mehr als 1000 Fahrzeugen zu erreichen, werden 300 Lamborghini im schwäbischen Neckarsulm montiert.</P><P>Winterkorn, der im VW-Konzern die Marken Audi, Seat und Lamborghini verantwortet, kündigte eine Trendumkehr bei der Entwicklung von Fahrzeugteilen an. Das Auslagern der Produktion (Outsourcing) müsse ein Ende haben. "Wir müssen die Entwicklung im eigenen Haus stärken."</P>

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