Zum Wechsel:Siemens legt glänzende Zahlen vor

- München - Siemens-Chef Klaus Kleinfeld hat zu seiner letzten Halbjahres-Pressekonferenz als Vorstandsvorsitzender glänzende Zahlen vorgelegt. Im zweiten Quartal 2006/07 (30. September) erreichten erstmals alle Geschäftsbereiche des breit aufgestellten Konzerns die ehrgeizigen Renditevorgaben. "Damit sind wir in der Lage, stärker zu wachsen als die Wirtschaft, und zwar auf einem höheren Profitabilitätsniveau", sagte Kleinfeld am Donnerstag in München.

Kleinfeld hatte am Mittwoch seinen Rückzug spätestens im Herbst angekündigt. Er hatte zuvor den Machtkampf mit maßgeblichen Aufsichtsräten verloren. In Branchenkreisen wird damit gerechnet, dass er den Konzern verlässt, sobald ein Nachfolger gefunden ist. Der Vertrag läuft noch bis zum 30. September.

Die Suche nach einem Nachfolger wird von Gerhard Cromme geleitet. Der ThyssenKrupp-Aufsichtsrat wurde am Mittwoch auch zum Vorsitzenden des Siemens-Aufsichtsrats gewählt. Er tritt die Nachfolge Heinrich von Pierers an, der in der vergangenen Woche seinen Rücktritt angekündigt hatte. Die Entscheidung für Cromme als Nachfolger fiel einstimmig.

Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres steigerte Siemens den Gewinn um gut ein Drittel auf 1,3 Milliarden Euro. Der Umsatz wuchs um zehn Prozent auf 20,6 Milliarden Euro. Alle Sparten schrieben schwarze Zahlen. So kam auch der schwächelnde IT-Dienstleister SBS auf ein Bereichsergebnis von 63 Millionen Euro nach einem Verlust von 199 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Größter Gewinnbringer war die Automatisierungssparte A&D, die das Ergebnis um 37 Prozent auf 526 Millionen Euro steigerte. Insgesamt verbesserte sich das operative Ergebnis der Bereiche um 49 Prozent auf knapp zwei Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr legte es ebenfalls um die Hälfte auf 3,6 Milliarden Euro zu.

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