+
Coca Cola ist in den USA in einen Gerichtsstreit verwickelt.

Streit mit Konkurrenzfirma

Wegen Granatapfelsaft: Coca Cola vor Gericht

New York - Wegen der Frage, wie viel Granatapfelsaft in einem Granatapfelsaftgetränk sein muss, steht Coca Cola in den USA vor Gericht. Eine Konkurrenzfirma hatte den US-Getränkeriesen verklagt.

Wie viel Granatapfelsaft muss in einem Grantapfelsaft-Getränk sein? Wegen dieser Frage steht der US-Getränkeriese Coca-Cola seit Montag vor dem Obersten Gerichtshof der USA. Die Konkurrenzfirma Pom Wonderful stört sich daran, dass ein Fruchtsaft der Coca-Cola-Marke Minute Maid "Granatapfel-Blaubeere" heißt, obwohl er nur zu 0,5 Prozent aus Säften der beiden Früchte besteht.

Die Verbraucher würden irregeführt, und das auf Kosten von Pom Wonderful, erklärte der Anwalt der Firma, die reinen Granatapfelsaft verkauft. Das Minute-Maid-Produkt besteht vor allem aus Apfel- und Traubensaft.

Coca Cola hatte früheres Verfahren gewonnen

Ein früheres Verfahren vor einem Gericht im kalifornischen San Francisco hatte Coca-Cola gewonnen. Die Richter entschieden, dass die Bezeichnung des Saftes im Einklang mit den Vorschriften der US-Lebensmittelaufsicht FDA steht. Vor dem Obersten Gerichtshof berief sich Coca-Cola-Anwältin Kathleen Sullivan auf das Urteil und betonte, die FDA sei für die "nationale Einheitlichkeit" der Kennzeichnung von Lebensmitteln zuständig.

Die obersten Richter zeigten sich am Montag kritisch. Er frage sich, ob Coca-Cola der Ansicht sei, dass die "nationale Einheitlichkeit" der Kennzeichnung darin bestehe, "Verbraucher wie in diesem Fall zu täuschen", sagte Richter Anthony Kennedy.

Sein Kollege Samuel Alito wies darauf hin, dass Verbraucher das Getränk möglicherweise wegen der gesunden Wirkungen von Granatapfelsaft kauften. Sie wären wohl überrascht, wenn sie herausfänden, "dass weniger als die Hälfte von einem Prozent des Safts Granatapfelsaft ist", gab Alito zu bedenken. Eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs wird für Juni erwartet.

afp

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bayer sagt Trump Milliardeninvestitionen in den USA zu
Leverkusen/New York - Bayer und Monsanto wollen den künftigen US-Präsidenten Donald Trump mit Investitionen und US-Arbeitsplätzen von ihrer Fusion überzeugen.
Bayer sagt Trump Milliardeninvestitionen in den USA zu
Bis zu 90 Prozent: Deutsche Bank will Boni kürzen
Frankfurt/Main - Die Deutsche Bank könnte Medienberichten zufolge schon bald drastische Einschnitte bei den Boni ihrer Mitarbeiter verkünden.
Bis zu 90 Prozent: Deutsche Bank will Boni kürzen
Experte erklärt: So teuer kommt uns der Brexit
London - Theresa May kündigte am Dienstag den klaren Bruch mit der EU an. In unserer Zeitung erklärt der Präsident des Münchner ifo-Instituts, Clemens Fuest, wie teuer …
Experte erklärt: So teuer kommt uns der Brexit
Großkonzerne wollen Plastik reduzieren
New York - Bis 2050 wird einer Studie zufolge mehr Plastikmüll in den Weltmeeren schwimmen als Fische - wenn nicht schnell gehandelt wird. Genau das tun jetzt 40 große …
Großkonzerne wollen Plastik reduzieren

Kommentare