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Verbraucher haben weniger Vertrauen in die wirtschaftliche Lage und kaufen deshalb weniger ein.

Wegen Schuldenkrise: Verbraucher kaufen zögerlich

Frankfurt/Main - Griechenland fast pleite, die Banken in Not: Die Schuldenkrise schwächt das Vertrauen von Verbrauchern und Unternehmen. Weil sie weniger kaufen, hat das fatale Auswirkungen.

Die Staatsschuldenkrise trübt aus Sicht der Europäischen Zentralbank zunehmend das Vertrauen von Verbrauchern und Unternehmern. Das bremst die Konjunktur im Euroraum, schreibt die Notenbank in ihrem am Donnerstag in Frankfurt veröffentlichten Monatsbericht. Für die zweite Jahreshälfte sei nur noch mit einem sehr moderaten Wachstum der Wirtschaftsleistung zu rechnen.

Im zweiten Quartal hatte sich das Wachstum gegenüber dem Vorquartal bereits auf 0,2 Prozent abgeschwächt. “Die konjunkturelle Grunddynamik im Eurogebiet scheint durch eine Reihe von Faktoren gedämpft zu werden“, urteilte die EZB. Hierzu zählten eine Verlangsamung der globalen Nachfrage und Einbußen beim Unternehmer- und Verbrauchervertrauen. Zudem erschwerten die Folgen der Spannungen an den Staatsanleihemärkten im Euroraum die Finanzierungsbedingungen.

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Die jüngsten Turbulenzen an den Aktienmärkten könnten zusätzlich bewirken, dass Konsum- und Investitionsentscheidungen verschoben werden. “Dementsprechend könnte mittelfristig das Tempo der Erholung in einigen großen Industriestaaten besonders schleppend bleiben“, fürchtet die EZB.

Zwar gehe der EZB-Rat weiterhin davon aus, dass Europas Wirtschaft vom Wachstum in den aufstrebenden Volkswirtschaften und den niedrigen kurzfristigen Zinsen profitieren wird. Auch die EZB-Maßnahmen zur Unterstützung des Finanzsektors dürften demnach die Konjunktur antreiben. Dennoch blieben die Risiken für die Wirtschaftsentwicklung angesichts der vielen Unsicherheit groß.

Auch die nach wie vor hohen Energiepreise bremsen die Wirtschaft weiterhin, schreiben die Notenbanker. Allerdings seien die Inflationsgefahren zuletzt gesunken. Nach der EZB-Prognose verharrt die jährliche Inflationsrate in den kommenden Monaten über der Zielmarke von knapp zwei Prozent, danach wird sie aber sinken. Die EZB begründet ihre Einschätzung mit einem stabilen Lohnwachstum und der absehbaren Konjunkturabschwächung.

dpa

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