Umfrage: Deutsche sehen im Euro überwiegend Nachteile

Berlin - Wegen der Turbulenzen an den Finanzmärkten wächst bei den Bürgern die Sorge um die deutsche Konjunktur. Auch die europäische Gemeinschaftswährung sehen die Deutschen zunehmend kritisch.

Die Schuldenkrise hat das Ansehen des Euro schwer gebeutelt. Eine Mehrheit von 53 Prozent der Bundesbürger sieht in der Gemeinschaftswährung eher Nachteile für Deutschland, wie aus dem am Freitag veröffentlichten ZDF-Politbarometer hervorgeht. 43 Prozent glauben, dass der Euro Deutschland eher Vorteile bringt. Vier Prozent sagten, sie wüssten dies nicht einzuschätzen.
Auch mit dem politischen Management in der Euro-Krise ist eine Mehrheit der Befragten unzufrieden. 48 Prozent bewerten die Arbeit der Bundesregierung dabei als eher schlecht, 42 Prozent sind damit eher zufrieden (weiß nicht: zehn Prozent). Die Krisenbewältigung der Europäischen Union halten nur 25 Prozent eher für gut; 61 Prozent kritisieren sie als eher schlecht (weiß nicht: 14 Prozent).

Im Politbarometer äußerten im August nur noch 30 Prozent der Befragten die Erwartung, dass es mit der deutschen Wirtschaft weiter aufwärtsgeht. Im Juli waren es noch 47 Prozent, wie das ZDF am Freitag berichtete. Eine Abwärtsbewegung erwarten inzwischen 27 Prozent. Im Juli waren es 15 Prozent.

40 Prozent glauben, dass sich nicht viel ändern wird - im Vergleich zu 35 Prozent im Juli. Dabei bekennen 52 Prozent Ängste, dass sie wegen der Finanzkrise auch persönlich finanzielle Verluste hinnehmen müssen. 43 Prozent sagen, sie befürchteten dies nicht.

Die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen hatte vom 9. bis 11. August 1.280 Wahlberechtigte befragt.

dapd

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