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Weihnachspost: Täglich werden in Deutschland rund 7,5 Millionen Pakete verschickt. Zu Weihnachten haben die Paketboten besonders viel zu tun.

Das müssen Sie beachten

Weihnachtspost: So kommen die Päckchen gut an

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München - Bei Paketzustellern herrscht in den kommenden Wochen Hochbetrieb. Damit Pakete zu Weihnachten rechtzeitig und heil bei Freunden und Verwandten ankommen, gibt es einiges zu beachten.

Täglich werden in Deutschland rund 7,5 Millionen Pakete verschickt – in der Vorweihnachtszeit sind es noch deutlich mehr. Wer Weihnachtsgeschenke per Post versenden möchte, sollte sich deshalb nicht zu viel Zeit lassen – vor allem, wenn die Päckchen ins Ausland gehen.

Expressversand

Heiligabend fällt in diesem Jahr auf einen Mittwoch – für Last-Minute-Post nicht schlecht. Die DHL verspricht, per Express sind Pakete und Päckchen, die am 23. Dezember in einer Postfiliale abgegeben werden, noch rechtzeitig beim Empfänger. Beim Expressversand zahlen Kunden allerdings auch kräftig drauf. Bei DHL etwa kostet das Porto für ein Päckchen mit bis zu zwei Kilogramm Gewicht in der Filiale 4,10 Euro – ein gleich schweres Expresspaket kostet 13,90 Euro. Allerdings sollte man vorher nachfragen, wann dort die letzte Abholung ist. Das Unternehmen DPD bietet auf kürzeren Strecken sogar eine Zustellung per Kurier am selben Tag an. Die Preise reichen hier von zehn Euro Aufschlag (Lieferung bis 18 Uhr werktags) bis 35 Euro (Lieferung bis 12 Uhr Samstags).

Fristen

Wer Weihnachtspost regulär innerhalb Deutschlands verschickt, für den gilt der 22. Dezember, 18 Uhr, als letzter Abgabetermin in der Postfiliale. Wohnt der Empfänger im europäischen Ausland ist der 17. Dezember bei der DHL letzter Abgabetermin. Sollen Briefe und Pakete außerhalb Europas – zum Beispiel in den USA – rechtzeitig ankommen, müssen sie spätestens am 7. Dezember abgeschickt werden.

Ähnliche Zeiten gelten für den Paketdienst Hermes. Für Päckchen und Pakete innerhalb Deutschlands: 22. Dezember (18 Uhr); für Post innerhalb Europas: 15. Dezember. DPD verspricht ebenfalls Pakete, die bis zum 22. Dezember (12 Uhr) abgegeben werden, rechtzeitig auszuliefern. Für das europäische Ausland gelten bei DPD verschiedene Stichtage zwischen 17. und 19. Dezember. GLS gibt den 19. Dezember für Pakete innerhalb Deutschlands an, den 17. Dezember für das europäische Ausland. Bei UPS sollten Pakete, deren Empfänger in Deutschland wohnt, am 19. Dezember abgegeben werden – oft reiche allerdings auch der 22. Dezember noch für eine fristgerechte Lieferung, so ein UPS-Sprecher. Weltweit beträgt die Lieferzeit bei UPS in der Regel maximal sieben Werktage.

Für bequeme Schenker biete sich eine Abholung zu Hause an. Sie können ihr Paket zu Hause abholen lassen. Allerdings nehmen die Paketdienste auch hier einen Zuschlag.

Paketdienste im Test

Der Preis (siehe Tabelle) ist ein wichtiges Kriterium bei der Entscheidung für einen Paketdienst. Doch wie zuverlässig sind die verschiedenen Anbieter? Die Stiftung Warentest hat geprüft, wie gut diese Dienstleistung bei fünf großen Anbietern funktioniert: DHL, DPD, GLS, Hermes und UPS. Für die Untersuchung hat die Stiftung 100 gleiche Pakete kreuz und quer durch Deutschland geschickt, mit jedem der fünf Versender 20 Stück. In allen lag die gleiche, zerbrechliche Ware: fünf Teller, zwei Sektgläser und ein Bilderrahmen aus Glas. Das Ergebnis: Obwohl alles sorgfältig verpackt war, sind 21 der 100 Pakete mit Scherben beim Empfänger angekommen. Meist war der Bilderrahmen zerbrochen. Dass es beim Transport unsanft zugegangen sein muss, zeigen zudem viele ramponierte Kartons. „Doch Transportschäden sind kein Schicksal“, schreiben die Tester. Das zeigen die Unterschiede zwischen den Versendern. Bei DHL, dem Paketdienst der Post, blieb der Inhalt aller Sendungen heil.

Die Testpakete waren meist nur ein bis zwei Werktage unterwegs. Dennoch gab es Unterschiede. Manche Sendungen brauchten bis zu vier Tage. Ein Paket ging verloren – bei DPD. Angesichts des schnellen Normaltransports können sich viele den happigen Expresszuschlag wohl schenken, schreiben die Tester. Der schnelle Versand wurde bei drei Anbietern getestet. Ergebnis: Die Express-pakete waren nach einem Tag beim Empfänger, wie die normalen häufig auch. Der größte Vorteil bei Express liegt darin, dass der Kunde festlegen kann, wann das Paket zugestellt wird, etwa vor 10 Uhr oder vor 12 Uhr.

Versicherung

Nicht alles, was zu Bruch geht oder unterwegs verschwindet, ist versichert. Bei DHL sind nur Pakete versichert – und zwar bis zu einem Wert von 500 Euro. Bei Hermes beträgt die maximale Haftungssumme ebenfalls 500 Euro, bei GLS 750 Euro, bei UPS 510 Euro, bei DPD 520 Euro. Bargeld in normalen Briefen zu verschicken, ist bei der Deutschen Post generell nicht erlaubt.

Sendung verfolgen

Weder in Deutschland, noch im Ausland kommt das Weihnachtspäckchen an, wenn der Postbote klingelt, und der Empfänger nicht zu Hause ist. Viele Dienstleister bieten deshalb eine Sendungsverfolgung an. Mit der Sendungsnummer lässt sich sehen, wo sich das Paket gerade befindet. Bei DHL-Päckchen funktioniert das allerdings nicht. Bei manchen Dienstleistern lässt sich so auch herausfinden, wann das Paket ankommt. Hermes verspricht seinen Kunden ein Zeitfenster von ein bis drei Stunden. DPD wirbt sogar damit, die Ankunft auf eine Stunde genau vorherzusagen.

Manuela Dollinger

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