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Drei Tage vor Heiligabend ziehen die Einzelhändler in Deutschland eine gemischte Bilanz des bisherigen Weihnachtsgeschäfts.

Möbel gefragt

Weihnachtsgeschäft: Winterkleidung als Ladenhüter

Berlin - Drei Tage vor Heiligabend ziehen die Einzelhändler in Deutschland eine gemischte Bilanz des bisherigen Weihnachtsgeschäfts.

Während die milden Temperaturen der Textil- und Sportartikelbranche zusetzen, weil warme Kleidung und Wintersportartikel liegen bleiben, sind die Anbieter von Möbeln, Unterhaltungselektronik und Spielwaren zufrieden. „Die Innenstädte sind weiterhin die Einzelhandelsstandorte Nummer eins, stehen jedoch wie im Vorjahr erheblich unter Druck“, resümierte Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), am Sonntag in Berlin.

Nach Erkenntnissen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) werden in diesem Jahr zu Weihnachten so viele Gutscheine verschenkt wie nie zuvor. „Der Durchschnittswert beträgt inzwischen glatte 100 Euro“, sagte Wolfgang Adlwarth von der GfK dem Berliner „Tagesspiegel“ (Montag). „Er hat sich damit seit 2010 verdoppelt.“

Der HDE prognostiziert für das gesamte Weihnachtsgeschäft einen Umsatz von 85,5 Milliarden Euro - das wären 1,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Stärker legten die Verkäufe im Internet zu: Der Online-Handel könne im November und Dezember voraussichtlich ein Umsatzplus von 18 Prozent auf rund zehn Milliarden Euro verbuchen.

Laut Genth rüsten sich die Händler nun für den letzten großen Ansturm vor dem Fest: „Wir gehen in diesem Jahr von besonders vielen Last-Minute-Shoppern aus.“ Der Kalender beschere den Kunden zwischen dem vierten Advent und Heiligabend zwei zusätzliche Einkaufstage.

dpa

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