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Viel Glanz - aber noch nicht richtig viel Umsatz. Der Einzelhandelsverband zieht zum Weihnachtsgeschäft eine gemischte Zwischenbilanz.

Weihnachtseinkäufe: Viele Kunden zögern noch

Berlin - Die Deutschen zögern ihre Weihnachtseinkäufe offenbar bis kurz vor die Festtage hinaus. Auch in der dritten Adventswoche sei “der Knoten noch nicht geplatzt“, erklärte der Handelsverband Deutschland (HDE) am Sonntag.

Zwar seien Händler in den Shopping-Zentren der Großstädte mit dem Weihnachtsgeschäft überdurchschnittlich zufrieden, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth in Berlin. Weniger Publikumsverkehr habe dagegen trotz besten Wetters in vielen kleineren Städten geherrscht. “Die Halbzeitbilanz des bisherigen Weihnachtsgeschäfts fällt weiterhin gemischt aus“, sagte Genth. Der HDE hatte für das Weihnachtsgeschäft im November und Dezember ein Wachstum von 1,5 Prozent prognostiziert. Das entspricht einem Gesamtumsatz von 78 Milliarden Euro.

Händler hoffen auf Last-Minute-Geschäft

Den großen Ansturm auf die Geschenke erwarten die Händler nun in den kommenden beiden Wochen. Da nach dem vierten Advent noch eine ganze Woche für den Einkauf bleibt, rechnen sie in diesem Jahr mit einem starken Last-Minute-Geschäft. Besonders gefragt sind dem HDE zufolge weiterhin Uhren und Schmuck sowie Haushalts- und Küchenwaren, aber auch Gesellschaftsspiele, Smartphones, Tablet-Computer und 3D-Fernseher würden gern verschenkt. Zudem stiegen jetzt die Verkäufe bei warmer Wintermode. Begehrt seien auch hochwertige Accessoires wie Schals und Tücher.

Besinnung statt Konsum

Genth machte sich gleichzeitig für die Beibehaltung der verkaufsoffenen Sonntage stark. Gewinner seien Kunden, Geschäfte und Städte gleichermaßen, sagte Genth mit Blick auf Forderungen, diese Sonderregelung abzuschaffen. Geöffnete Läden seien ein wichtiger Publikumsmagnet, von dem auch die Gastronomie und kulturelle Einrichtungen profitieren könnten.

Zuvor hatte CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe die Abschaffung von verkaufsoffenen Sonntagen in der Adventszeit gefordert. “Besinnung ist wichtiger als Konsum“, schrieb Gröhe in einem Beitrag für die Zeitung “Bild am Sonntag“. “Weihnachten muss gelten: 'Stille Nacht, heilige Nacht'! Darauf bereitet der Advent vor.“ Gröhe forderte die Länder zum Handeln auf. Einige schützten den Advent. “Das sollte Schule machen.“

dapd

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