Mindestens neun Verletzte bei Schüssen in Toronto - Schütze tot

Mindestens neun Verletzte bei Schüssen in Toronto - Schütze tot
+
Viel Glanz - aber noch nicht richtig viel Umsatz. Der Einzelhandelsverband zieht zum Weihnachtsgeschäft eine gemischte Zwischenbilanz.

Weihnachtseinkäufe: Viele Kunden zögern noch

Berlin - Die Deutschen zögern ihre Weihnachtseinkäufe offenbar bis kurz vor die Festtage hinaus. Auch in der dritten Adventswoche sei “der Knoten noch nicht geplatzt“, erklärte der Handelsverband Deutschland (HDE) am Sonntag.

Zwar seien Händler in den Shopping-Zentren der Großstädte mit dem Weihnachtsgeschäft überdurchschnittlich zufrieden, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth in Berlin. Weniger Publikumsverkehr habe dagegen trotz besten Wetters in vielen kleineren Städten geherrscht. “Die Halbzeitbilanz des bisherigen Weihnachtsgeschäfts fällt weiterhin gemischt aus“, sagte Genth. Der HDE hatte für das Weihnachtsgeschäft im November und Dezember ein Wachstum von 1,5 Prozent prognostiziert. Das entspricht einem Gesamtumsatz von 78 Milliarden Euro.

Händler hoffen auf Last-Minute-Geschäft

Den großen Ansturm auf die Geschenke erwarten die Händler nun in den kommenden beiden Wochen. Da nach dem vierten Advent noch eine ganze Woche für den Einkauf bleibt, rechnen sie in diesem Jahr mit einem starken Last-Minute-Geschäft. Besonders gefragt sind dem HDE zufolge weiterhin Uhren und Schmuck sowie Haushalts- und Küchenwaren, aber auch Gesellschaftsspiele, Smartphones, Tablet-Computer und 3D-Fernseher würden gern verschenkt. Zudem stiegen jetzt die Verkäufe bei warmer Wintermode. Begehrt seien auch hochwertige Accessoires wie Schals und Tücher.

Besinnung statt Konsum

Genth machte sich gleichzeitig für die Beibehaltung der verkaufsoffenen Sonntage stark. Gewinner seien Kunden, Geschäfte und Städte gleichermaßen, sagte Genth mit Blick auf Forderungen, diese Sonderregelung abzuschaffen. Geöffnete Läden seien ein wichtiger Publikumsmagnet, von dem auch die Gastronomie und kulturelle Einrichtungen profitieren könnten.

Zuvor hatte CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe die Abschaffung von verkaufsoffenen Sonntagen in der Adventszeit gefordert. “Besinnung ist wichtiger als Konsum“, schrieb Gröhe in einem Beitrag für die Zeitung “Bild am Sonntag“. “Weihnachten muss gelten: 'Stille Nacht, heilige Nacht'! Darauf bereitet der Advent vor.“ Gröhe forderte die Länder zum Handeln auf. Einige schützten den Advent. “Das sollte Schule machen.“

dapd

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Scholz: Handelsstreit könnte EU-Integration vorantreiben
Im Konflikt um Zölle verkeilen sich die USA und die EU ineinander. Angesichts des mächtigen Gegners dringt die Bundesregierung auf Geschlossenheit in der Europäischen …
Scholz: Handelsstreit könnte EU-Integration vorantreiben
Neuer Service bei Lidl an der Kasse: Das wird viele Kunden erfreuen
Der Discounter Lidl verbessert seinen Service an der Kasse. Die Verbraucher, vor allem aus ländlichen Regionen, werden sich definitiv darüber freuen.
Neuer Service bei Lidl an der Kasse: Das wird viele Kunden erfreuen
Bei diesem Aldi-Produkt sind gleich mehrere Sachen faul
Ein Aldi Kunde erhebt über Facebook Vorwürfe gegen den Discounter. Ein Produkt weise gleich mehrere Mängel auf einmal auf. Das Unternehmen reagiert sofort.
Bei diesem Aldi-Produkt sind gleich mehrere Sachen faul
Schmerzliches Ende der Ära Marchionne
Der Mann, der Fiat und Chrysler rettete, sollte eigentlich erst 2019 abtreten. Doch nun endet die 14-jährige Erfolgsgeschichte von Sergio Marchionne schon jetzt - …
Schmerzliches Ende der Ära Marchionne

Kommentare