Weihnachtsgrüße per Telefon: Mit Billigvorwahlen Gebühren sparen

- Über die Weihnachtstage glühen in vielen deutschen Haushalten nicht nur gemütlich die Kachelöfen, sondern auch die Telefonleitungen. Da wird die beste Freundin in Hamburg angerufen und festlich gegrüßt, dort der Onkel in den USA. Damit die Gesprächskosten über die Feiertage nicht in den Himmel wachsen, zeigt unsere Zeitung wie es sich günstig ratschen lässt.

Großes Sparpotenzial bietet sich allen Verbrauchern, die einen Telekom-Festnetzanschluss besitzen und nicht zum monatlichen Pauschalpreis (Flatrate) telefonieren. Sie können vor der eigentlichen Rufnummer die fünf- bis sechsstelligen Call-by-Call-Nummern wählen, mit denen sich zu wesentlich günstigeren Tarifen als bei der Telekom Gespräche führen lassen. Nach Angaben von Fachleuten lassen sich die Kosten so um 50 bis 80 Prozent drücken. Abgerechnet wird über die normale Telekom-Rechnung.

Die Sparvorwahlen gibt es fürInlands- und Auslandstelefonate ins Fest- und Mobilnetz. Die günstigsten sind in den Tabellen links (Inland) und unten (Ausland) aufgeführt. Wichtig: Die Nummern fürs Mobilnetz gelten nicht für deutsche Handys im Ausland, sondern nur für Mobiltelefone, die tatsächlich im jeweiligen Land beheimatet sind. Besonders lohnen sich die Vorwahlen bei längeren Gesprächen in andere Länder. Wer etwa in die USA telefoniert, zahlt 1,40 Cent pro Minute, wenn er die 01084 vorwählt. Der Telekom-Standardtarif Call Plus liegt bei 12,3 Cent. Nach einer Viertelstunde beträgt der Preisunterschied somit immerhin 1,68 Euro. Deutlich krasser ist das Gefälle bei exotischeren Ländern: So kostet ein Anruf nach Thailand mit der 01026 nur 1,95 Cent je Minute, die Telekom verlangt 1,49 Euro. Nach einer Viertelstunde klafft die Gebührenschere um 22 Euro auseinander.

Ein Probem bei manchen Call-by-Call-Anbietern ist allerdings, dass diese ihre Preise kurzfristig ändern. Ziel ist es, Kunden erst mit Niedrigpreisen zu locken und ­ wenn sie sich an die Nummer gewöhnt haben ­ mit höheren Preisen abzukassieren. Doch dagegen können sich die Verbraucher schützen: "Man nimmt nur Anbieter mit vorgeschalteter Tarifansage", sagt Bettina Seute vom Tarifvergleichsservice Teltarif.de. In unseren Tabellen sind solche Nummern mit einem Sternchen gekennzeichnet.

Wer nicht Festnetzkunde bei der Telekom ist, sondern seinen Anschluss bei Arcor, Hansenet oder Mnet bezieht, hat keine Chance, die Billigvorwahlen zu nutzen. Er telefoniert ausschließlich zu den Konditionen seines Anbieters. Allerdings können in der Regel gegen einen Aufpreis zusätzliche Tarifoptionen gebucht werden. Bei Mnet etwa ist für monatlich 6,90 Euro eine "Topländer-Flat" zu haben, die unbegrenzt Anrufe auf Festnetzanschlüssen in zahlreiche westeuropäische Länder und in die USA erlaubt.

Tarifrechner im Internet: www.merkur.de/sparrechner

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