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Hochkonjunktur bei der Post und ihren Konkurrenten – damit Päckchen und Pakete pünktlich unterm Christbaum liegen.

Wie Weihnachtspakete gut ankommen

München - In der Vorweihnachtszeit haben Paketdienste Hochkonjunktur: Viele Anbieter müssen dreimal so viele Päckchen bearbeiten wie unterm Jahr. Wie Ihre Pakete gut ankommen und wo sich noch ein paar Euro sparen lassen:

Allein bei DHL, der Frachttochter der Deutschen Post, steigt das Sendungsaufkommen an manchen Tagen auf das Dreifache der sonst üblichen 2,5 Millionen Pakete. Wer als Absender der Geschenke lange Schlangen vermeiden und sicherstellen will, dass die Sendungen rechtzeitig ankommen, sollte sich früh um den Versand kümmern. Allen, die etwas Eigenleistung nicht scheuen, winken Preisvorteile.

Rabatte und Preise

„Viele Versanddienstleister bieten Preisnachlässe, wenn die Kunden bereit sind, das Ausfüllen von Paketscheinen oder die gesamte Versandbuchung im Internet selbst zu erledigen“, sagt Eike Böttcher vom Internetportal Posttip.de. Bei Hermes spart der Online-Paketschein zwischen 30 und 40 Cent pro Sendung. DHL lockt die Kundschaft mit Rabatten von bis zu einem Euro pro Sendung ins Internet: Ein dort in Auftrag gegebenes Paket bis zehn Kilogramm kostet 5,90 Euro und nicht 6,90 Euro wie in der Filiale – eine Ersparnis von immerhin 14 Prozent.

Die Preise für deutschlandweite Sendungen ohne Abholung beginnen bei fast allen Anbietern bei rund vier Euro. DHL bietet für diese Summe standardmäßig nach wie vor nur eine unversicherte Sendung an, macht in der Vorweihnachtszeit aber ein Sonderangebot: Bis 15. Dezember 2010 kostet ein Paket mit Päckchenmaßen (bis 2 kg, max. 60 x 30 x 15 cm), versichert bis 500 Euro und mit Sendungsverfolgung im Internet lediglich 3,99 Euro – eine Kampfansage an die Konkurrenten. Buchen lässt sich das Angebot ausschließlich im Internet, einliefern kann man die Sendungen am Schalter der Filialen, bei bundesweit 2500 Packstationen oder 1000 Paketboxen. Apropos Packstation: Wer online eine Sendung an eine Packstation in Auftrag gibt und das Paket oder Päckchen selbst in einer Packstation oder Paketbox einliefert, spart 50 Cent – dafür muss der Empfänger aber eine Packstation-Adresse haben, und für das Weihnachts-Sonderangebot gilt der Rabatt nicht.

„Auch DPD hat nach wie vor sehr attraktive Preise“, sagt Experte Böttcher. Allerdings gibt es bei DPD keine bundesweit einheitlichen Konditionen; in München, Frankfurt und Berlin gelten teils abweichende Preise. Zu welchen Kosten man mit DPD versenden kann, lässt sich unter Angabe der Postleitzahl auf der DPD-Internetseite recherchieren.

Kein Paketdienst hat durchweg die Nase vorn – dafür hängen die Preise zu stark von Größe und Gewicht der Sendungen ab. „Den günstigsten Anbieter über alle Gewichts- und Größenklassen hinweg gibt es nicht“, sagt Experte Böttcher. Im Einzelfall hilft nur ein Preisvergleich (siehe Tabelle). Auch ein Kostenfaktor ist, dass die Sendung zur nächstgelegenen Annahmestelle gelangen muss – lange Fahrten machen kleine Preisvorteile schnell zunichte. Das Netz der Anbieter ist unterschiedlich dicht; am besten vertreten sind DHL und Hermes.

Die Zeit läuft

Die meisten Kunden wollen natürlich sichergehen, dass die Geschenke pünktlich am 24. Dezember ankommen, auch ohne dass sie teure Expressdienste in Anspruch nehmen. Wohnt der Empfänger in Deutschland, reicht es bei DHL und Hermes aus, wenn die Sendung am 22. Dezember um 12 Uhr in der Filiale oder im Paketshop aufgegeben wird. Bei GLS und DPD sollte das schon am 21. Dezember geschehen. Wichtig: Auslandssendungen müssen deutlich früher auf die Reise geschickt werden – Daten beim Anbieter erfragen!

Wer es gern ein bisschen bequemer hat, kann seine Weihnachtspakete abholen lassen. Iloxx sammelt ein Paket bis zehn Kilo für 8,79 Euro beim Kunden ein und verschickt es deutschlandweit. Den Abholauftrag muss man ein bis zwei Werktage zuvor im Internet (www.iloxx.de) oder telefonisch (Tel. 01805/597781) ausgelöst haben. Hermes holt sehr kleine Sendungen (längste plus kürzeste Seite max. 50 cm) sogar schon für 6,90 Euro ab. Bei DHL kostet ein online in Auftrag gegebenes Zehn-Kilo-Paket mit Abholung 8,90 Euro. Tipp für Schnäppchenjäger: Ab vier Sendungen pro Internet-Bestellung ist die Abholung bei DHL kostenlos.

Sandra Petrowitz

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