VW weist Spekulation über Verkäufe der Luxusmarken zurück

- Wolfsburg - Vor den Sondierungsgesprächen mit der IG Metall über Einsparungen bei der ertragsschwachen Traditionsmarke VW sind Spekulationen über mögliche gravierende Veränderungen und Verkäufe im Volkswagen-Konzern aufgekommen. Einen Bericht, wonach in der Konzernführung aus Spargründen der Verkauf der Luxus-Marken Lamborghini und Bugatti sowie die Einstellung der Produktion der Luxuslimousine Phaeton erwogen wird, hat VW zurückgewiesen.

Von VW hieß es zu dem entsprechenden Bericht der "Leipziger Volkszeitung", dies sei "Unsinn" und entbehre jeglicher Grundlage.

Das VW-Management will sich heute in Hannover mit der IG Metall zu einem Sondierungsgespräch treffen.

Für Unruhe in der Belegschaft sorgte die Ankündigung der VW-Spitze, dass bis zu 20 000 Jobs von dem Umbau betroffen sein könnten. Um einige der relevanten Produktionsbereiche im Inland zu halten, müssten die Arbeitskosten mittelfristig um 15 bis 20 Prozent reduziert werden, berichtete die "Leipziger Volkszeitung".

In Aufsichtsratskreisen sei beklagt worden, dass VW sich mit den "PS-Monstern von Bugatti" und den "Prestige-Flitzern von Lamborghini" zwar "Glitter für das Image" erkauft habe, darüber aber die Konzentration "auf das Auto für das Volk" verspielt habe. Bei der anhaltend maroden Kosten-Nutzen-Bilanz des Phaeton sei es "besser, ihn eher gestern als morgen vom Markt zu nehmen".

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