Weitere 4000 Stellen bei Siemens wackeln

- München - In der Siemens-Kommunikationssparte Com werden laut dem "Manager Magazin" weltweit 4224 Stellen gestrichen, davon 2860 in Deutschland. Die Maßnahme solle in ein bis anderthalb Jahren abgeschlossen sein. Am stärksten betroffen sei das Geschäft mit Kommunikationssystemen für Unternehmen (Enterprise).

In der Sparte werde die Zahl der Jobs um 2838 reduziert, davon 2049 in Deutschland. Bei den Mobilfunk- und Festnetzen entfielen 797 Stellen (Deutschland: 311). Die Streichungen im Bereich Schnurlostelefone und andere Geräte beliefen sich auf 294 weltweit, davon 205 in Deutschland. Zudem solle die Com-interne IT nach Indien verlagert werden, was weitere 295 Arbeitsplätze koste.

Der Konzern wollte zu den Zahlen am Wochenende keine Stellung nehmen. "Das sind Spekulationen, die wir nicht kommentieren", sagte ein Sprecher gegenüber "Spiegel Online". Nach dem Verkauf der Handy-Sparte an die taiwanesische BenQ und der Neuausrichtung des verlustreichen IT-Dienstleisters SBS (wir berichteten) werden weitere Stellenstreichungen befürchtet.

Gewerkschafter hatten den Wegfall von bis zu 10 000 Stellen genannt. Laut "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" wird Siemens-Chef Klaus Kleinfeld direkt nach der Bundestagswahl Lösungen für die Problemsparten vorstellen.

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