Weitere Protestaktionen gegen Schließung von Telekom-Callcentern

München/Nürnberg - Mehr als 1000 Beschäftigte haben am Montag erneut gegen die geplante Schließung von sechs Callcentern der Telekom in Bayern protestiert. Nach Angaben der Gewerkschaft ver.di legten Mitarbeiter in München, Nürnberg, Würzburg, Augsburg, Regensburg, Ansbach, Bad Kissingen und Weilheim am Mittag eine Stunde lang ihre Arbeit nieder.

Die Belegschaft sei über die Umbau-Pläne der Telekom entsetzt und empört, sagte Susanne Becker, Landesfachbereichsleiterin von ver.di Bayern, der Deutschen Presse- Agentur (dpa) in München.

In Weiden veranstalteten die Beschäftigten nach Angaben von Becker eine Flugblattaktion, in Weilheim einen Demonstrationszug, mit dem sie die Telekom zur Rücknahme der Verlagerungspläne aufforderten. In München bildete die Belegschaft eine Menschenkette um das Callcenter, die die Solidarität unter den Telekom-Beschäftigten demonstrieren sollte.

In Bayern müssen gut 800 Mitarbeiter der Telekom wegen der geplanten Zusammenlegung von Standorten in den kommenden Jahren umziehen. Geschlossen werden sollen die Standorte Passau (50 Mitarbeiter), Ansbach (100), Bad Kissingen (105), Würzburg (105), München (400) und Weilheim (60). Die "Montags-Demonstrationen" sollen laut ver.di bis zur Landtagswahl am 28. September an den Telekom- Standorten in Bayern fortgesetzt werden.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Allianz Deutschland wächst kräftig
Unterföhring (dpa) - Die Allianz legt auf ihrem deutschen Heimatmarkt kräftig zu. Im ersten Halbjahr stiegen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,8 …
Allianz Deutschland wächst kräftig
Kartellamt will kleine Händler vor Amazon und Co. schützen
Macht Amazon kleineren Händlern den Garaus? Das Bundeskartellamt befürchtet genau das. Deswegen will Chef Andreas Mundt nun rechtzeitig Maßnahmen ergreifen und so „die …
Kartellamt will kleine Händler vor Amazon und Co. schützen
"Suchst Du Ärger?": China verbietet schräge Firmennamen
Chinas Regierung will für Ordnung im Firmenregister sorgen. Darunter leidet nun unter anderem ein Kondomhersteller mit einem enorm langen Namen.
"Suchst Du Ärger?": China verbietet schräge Firmennamen
Verkaufspläne für Air Berlin werden konkreter
Unter hohem Zeitdruck will sich Lufthansa große Teile der Air Berlin einverleiben. Schon in der kommenden Woche könnte nach einem Bericht alles klar sein.
Verkaufspläne für Air Berlin werden konkreter

Kommentare