"Weitere Zuwächse bei Ergebnis und Kurs"

- Trotz schwacher Konjunktur legte BMW in den letzten Jahren Rekordergebnisse vor. Nun ist der Gewinn leicht gesunken. Dazu befragten wir Gerold Granzeuer, Analyst für Automobilwerte bei der Privatbank Hauck & Aufhäuser in München.

BMW legt seit Jahren gute Ergebnisse vor. Läutet der Gewinnrückgang jetzt eine Trendwende ein? <BR><BR>Gerold Granzeuer: Das sehe ich nicht. 2003 war vom Umfeld her nicht durchaus positiv. BMW hat den Ergebnisrückstand des 1. Halbjahres gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum im 2. Halbjahr nahezu aufgeholt. 2004 wird das Ergebnis wieder Zuwächse zeigen. Im Branchenvergleich ist die Produkt-Pipeline gut gefüllt: Der 5er ist im Markt, ebenso der X 3 und das 6er-Modell. Der 5er Touring wird noch folgen. Der 1er, die wichtigste Neueinführung in diesem Jahr, kommt im Herbst. BMW befindet sich auf einem guten Weg.<BR><BR>Der Münchner Automobil-Konzern hat tausende Arbeitsplätze in Deutschland geschaffen, zahlt im Durchschnitt höhere Löhne als die Branche und verdient trotzdem prächtig. Woran liegt das?<BR><BR>Granzeuer: Das liegt zum einen am guten Marken-Image, wodurch BMW höhere Preise durchsetzen kann. Zum anderen gleichen flexible Schichtmodelle, mit denen eine bessere Kapazitätsauslastung erreicht wird, manchen Lohnkostennachteil aus. Bei der Standortentscheidung für das neue Werk in Leipzig beispielsweise spielte die Flexibilität der Arbeitnehmer eine maßgebliche Rolle. Zudem sind die Löhne zwar ein erheblicher Kostenfaktor, aufgrund des hohen Zulieferungsanteils in der Produktion aber weniger bedeutsam als die Materialkosten. <BR><BR>Die BMW-Aktie steht bei 35 Euro. Wo wird sie Ihrer Meinung nach Ende diesen Jahres sein?<BR><BR>Granzeuer: Ende 2004 gehe ich von 38 Euro aus. Und für Ende 2005 - gestützt auf die Gewinnerwartungen - von etwas über 40 Euro.<BR><BR>Das Gespräch führte Christian Vordemann.

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