Welche Rechte der Restaurantbesucher hat

Ein Restaurantbesuch ist in der heutigen Zeit ein wahrer Luxus. Grund genug, nur das Beste von Service und Küche zu erwarten. Welche Rechte der Restaurantbesucher hat:

Diverse Ärgernisse muss der Gast nicht unbedingt schlucken. Wie reagiert man, wenn das Essen endlos auf sich warten lässt oder der Salat mit Raupenbeilage serviert wird? Was macht man, wenn es nicht möglich ist, die Rechnung zu zahlen, weil der Kellner den Aufruf ignoriert? Hier erfahren Sie, worauf Sie beim Restaurantbesuch achten sollten:

Tischreservierung

Wer reserviert, sollte zum vereinbarten Zeitpunkt erscheinen. Kommt der Gast nicht, kann der Wirt Schadenersatz verlangen. In der Praxis wird er das nicht tun, weil er in den meisten Fällen nur die Telefonnummer und keine Adresse hat, an die er die Rechnung schicken kann. Wird die Bestellung eingehalten, der Gast konsumiert aber nichts, kann dieser belangt werden.

König Gast

Ist der Gast auf der Speisekarte fündig geworden, sollte er sich nicht zu früh freuen. Sind die Vorräte des Wirtes aufgebraucht, muss der den Wunsch nicht erfüllen. Bei Ankündigungen auf der Speisekarte handelt es sich um unverbindliche Angebote.

Warten ohne Ende

Überlange Wartezeiten müssen nicht geduldet werden. Eine Wartezeit von gut 30 Minuten wird man aber hinnehmen müssen. Kommt das Essen erheblich später auf den Tisch, kann der Preis herabgesetzt werden. Nach einem Urteil des LG Karlsruhe durften Restaurantbesucher für eine Verspätung von mehr als eineinhalb Stunden die Rechnung um 30 Prozent kürzen (Urteil vom 12.5.93, Az. 1S196/92).

Umtausch und geringerer Preis

Speisen und Getränke müssen von einwandfreier Qualität und Zubereitung sein. Reklamiert der Gast, muss der Wirt den Mangel beheben oder das Essen gegen ein einwandfreies Gericht umtauschen. Weigert sich der Wirt, kann der Gast den Preis herabsetzen, wenn er überhaupt noch weiter essen will. Er ist dann nur zur Zahlung des Einkaufspreises verpflichtet. Ist das Essen nicht zumutbar und reagiert der Wirt nicht, muss das Gericht nicht bezahlt werden. Zeigt sich der Mangel erst später – ist beispielsweise eine Raupe im Salat – und die Portion schon zur Hälfte gegessen, muss der Gast nur den einwandfreien Teil der Portion zahlen.

Zahlungsaufforderung

Reagiert der Kellner trotz mehrmaligen Bittens nicht, sollte der Gast an der Theke zahlen. Wer das Lokal wütend verlässt, ohne Name und Anschrift zum Nachsenden der Rechnung zu hinterlassen, prellt die Zeche und macht sich damit strafbar.

Haftung für die Garderobe

Für einen gestohlenen Mantel haftet der Wirt dann nicht, wenn der Gast die Garderobe im Auge behalten kann. Ist das nicht möglich, muss der Wirt für den Verlust einstehen. Das gilt auch dann, wenn er seine Haftung durch ein Schild „Für Garderobe wird nicht gehaftet“ ausgeschlossen hat.

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