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53 der 220 Weltbild-Filialen werden geschlossen-

290 Mitarbeiter betroffen

Weltbild schließt jede vierte Filiale

Augsburg - 53 der 220 Weltbild-Filialen sollen geschlossen werden, 293 Mitarbeiter sind betroffen. Bereits im Juli sollen die ersten Geschäfte dicht gemacht werden.

Nach der Insolvenz der Weltbild-Mutter wird das Filialnetz ausgedünnt - 53 der 220 Buchhandlungen sollen geschlossen werden. Davon seien 293 Mitarbeiter betroffen, teilte die Insolvenzverwaltung am Montag mit. Künftig wird die Weltbild-Filialtochter somit nur noch rund 1000 Beschäftigte haben. Im Juli sollen die ersten 24 Weltbild-Geschäfte dicht gemacht werden.

Insgesamt 179 Mitarbeiter werden nach den Plänen in eine Beschäftigungsgesellschaft wechseln. Zudem verlieren 114 auf 450-Euro-Basis angestellte Mitarbeiter ihren Job. Diese geringfügig Beschäftigten erhalten eine Abfindung. Bei der Konzernmutter, der Verlagsgruppe Weltbild, waren schon zum 1. April rund 580 Mitarbeiter in eine Auffanggesellschaft gewechselt. Derzeit wird ein Investor für das Gesamtunternehmen gesucht.

Der Betriebsrat der Weltbild-Filialtochter lobte den Sozialplan für die bevorstehende Schließung von rund 50 Buchhandlungen. Für eine Insolvenz handele es sich um gute Bedingungen, sagte am Montag Julia Käding, die Gesamtbetriebsratsvorsitzende der Weltbild Plus Medienvertriebs GmbH & Co. KG, der Nachrichtenagentur dpa. Mitarbeiter mit geringen Löhnen erhielten in der Auffanggesellschaft bis zu einem Jahr lang ihr volles Nettogehalt weiter. „Dem Gesamtbetriebsrat war es wichtig, dass ein flächendeckendes Filialnetz erhalten bleibt“, betonte Käding.

dpa

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