Schauspieler Dieter Bellmann verstorben

Schauspieler Dieter Bellmann verstorben
+
Die Musikbranche brummt wieder.

Erstmals seit 1999

Musikbranche verzeichnet wieder Wachstum

London - Die Musikbranche war die erste, die gegen Ende des vergangenen Jahrtausends die Auswirkungen des Internets zu spüren bekam - sie scheint auch die erste zu sein, die sich erholt.

Erstmals seit 13 Jahren ist der weltweite Verkauf von Musik wieder gewachsen. Die Branche verzeichnete im Jahr 2012 ein geschätztes Wachstum von 0,3 Prozent auf 16,5 Milliarden US-Dollar (12,6 Milliarden Euro), teilte ihr Verband IFPI am Dienstag mit. 1999 hatte der Umsatz noch bei 27,8 Milliarden US-Dollar gelegen. Der legale Verkauf von Musik über das Internet mache inzwischen 34 Prozent des Gesamtmarktes aus. In mindestens acht Ländern, darunter Indien, Japan und Kanada, sei der digitale Umsatz inzwischen größer als der mit physischen Tonträgern wie CD's und DVD's.

„Dies ist ein sauer verdienter Erfolg einer Branche, die innovativ war, gekämpft und sich über ein Jahrzehnt lang verändert hat“, sagte Verbandspräsidentin Frances Moore in London. „Wir spüren ein Brummen in der Branche, das wir lange Zeit nicht gespürt haben.“ Der weltweite Siegeszug von Smartphones, auf denen Musik digital gekauft und abgespielt werden kann, habe den Markt vorangetrieben. „Die Leute nutzen die Smartphones mehr zum Musikhören als zum Telefonieren“, sagte Edgar Berger, Chef des internationalen Geschäfts von Sony Music.

In Deutschland bleibt das Geschäft rückläufig

Der Verband forderte die Politik und die Betreiber von Internet-Suchmaschinen auf, noch radikaler gegen illegale Download-Plattformen vorzugehen. Die Suchmaschinen müssten nicht nur versuchen, illegale Plattformen abzustellen. „Sie sollten den legalen eine Priorität bei der Suchfunktion einräumen“, sagte Frances Moore. Ein Drittel aller Internet-Nutzer greife noch immer auf nicht lizenzierte Anbieter von Musik zurück, betonte sie. Zudem müsse die Werbebranche aufhören, auf illegalen Plattformen Werbung zu schalten.

Im Gegensatz zu Märkten wie Brasilien oder Indien ist das Musikgeschäft in Deutschland wie auch in Großbritannien weiter leicht rückläufig. In Großbritannien sanken die Umsätze im vergangenen Jahr um sechs Prozent. Sony-Chef Berger begründete dies mit dem bisher hohen Anteil von physischen Tonträgern am Gesamtmarkt in beiden Ländern. Genaue Zahlen für Deutschland nannte IFPI am Dienstag nicht.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Uber vertuschte Daten-Diebstahl bei 57 Millionen Nutzern
Skandale um Uber sind alltäglich geworden, doch eine neue Enthüllung offenbart schockierende Verantwortungslosigkeit. Hacker stahlen schon im Herbst 2016 Daten von 57 …
Uber vertuschte Daten-Diebstahl bei 57 Millionen Nutzern
Wirtschaft: Alle Parteien bei Regierungsbildung gefordert
Die deutsche Wirtschaft mahnt die rasche Bildung einer stabilen Regierung an - und sieht jetzt nicht nur Union, FDP und Grüne am Zug.
Wirtschaft: Alle Parteien bei Regierungsbildung gefordert
Dax unterbricht Erholungskurs - Anleger warten ab
Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat seinen jüngsten Erholungskurs vorerst abgebrochen. Nach einem verhaltenen Start rutschte der deutsche Leitindex bis zum Mittag noch …
Dax unterbricht Erholungskurs - Anleger warten ab
Thomas Cook profitiert von starker Nachfrage bei Condor
London (dpa) - Europas zweitgrößter Touristikkonzern Thomas Cook profitiert von einer starken Reisenachfrage und der Rückkehr des deutschen Ferienfliegers Condor in die …
Thomas Cook profitiert von starker Nachfrage bei Condor

Kommentare