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Monsanto-Gegner demonstrierten weltweit.

Genfood-Gegner gegen Saatguthersteller

Weltweite Proteste gegen Monsanto

Los Angeles - Weltweit haben Gegner von genetisch veränderten Lebensmitteln am Wochenende gegen den Saatguthersteller Monsanto demonstriert.

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Nach Angaben der Organisatoren fand der „Marsch gegen Monsanto“ am Samstag in 436 Städten in 52 Ländern statt. Mit Transparenten mit Aufschriften wie „Echtes Essen für echte Menschen“ forderten die Demonstranten unter anderem in Los Angeles, Buenos Aires und London eine Änderung der Geschäftspraktiken des US-Agrarriesen. Aus dem gentechnisch veränderten Saatgut von Monsanto wachsen besonders widerstandsfähige und nahrhafte Pflanzen. In den USA sind bereits fast alle Mais-, Soja- und Baumwollpflanzen genetisch verändert. Nach Ansicht von Kritikern können die genetisch veränderten Organismen gesundheitliche Schäden hervorrufen und die Umwelt belasten.

Die Initiative gegen Monsato begann vor drei Monaten mit dem Start der Facebook-Seite ihrer Gründerin Tami Canal. „Wenn nur 3000 Menschen sich mir angeschlossen hätten, hätte ich das als Erfolg gewertet“, sagte sie am Samstag. Stattdessen sei eine „unglaubliche“ Zahl an Teilnehmern zu den Kundgebungen gekommen. Sie wolle den Kampf gegen Monsanto weiterführen, sagte Canal. „Sie vergiften unsere Kinder, sie vergiften unseren Planeten.“

Monsanto mit Sitz in St. Louis erklärte hingegen, dass sein Saatgut zur Verbesserung der Landwirtschaft beitrage, indem es Bauern ermöglicht, auf ihrem Land mehr zu produzieren und gleichzeitig Wasser und Energie zu sparen.

AP

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