Zu wenig Arbeitsschutz kostet Milliarden

- Jena - ­Der mangelnde Arbeitsschutz führt nach Angaben des Jenaer Soziologieprofessors\x0fKlaus Dörre jährlich zu Verlusten von knapp 40 Milliarden Euro. Die Sozialversicherungsträger müssten für Behandlungen, Krankengeld und Frühverrentung rund 17,7 Milliarden Euro bezahlen, sagte Dörre. Die Wertschöpfung der Unternehmen verringere sich durch Krankheitsausfälle und Frühverrentung um rund 22 Milliarden Euro.

"Diese Probleme sind seit langem bekannt, aber in vielen Betrieben passiert trotzdem relativ wenig", führte der Professor aus. Sie führten zu einer gesundheitsschädlichen Arbeitshaltung sowohl am Fließband als auch am Schreibtisch. Dörre leitet ein Projekt des Bundesforschungsministeriums zur betrieblichen Gesundheitsvorsorge.

Der Arbeitsschutz wird nach seinen Worten von Geschäftsführungen und Belegschaften gleichermaßen ignoriert. Die meisten Manager hätten kurzfristige, an Leistung gebundene Verträge. Da spielen kostenträchtige Arbeitsschutzmaßnahmen, die sich erst langfristig rechnen, keine Rolle.

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