Wenn das Auto seine Schuldigkeit getan hat

- Der Motor stottert, die nötigen Reparaturen sind teuer, die Aussicht auf eine neue TÜV-Plakette gleich null. Da bleibt vielen Autos nur noch der Weg zu einem KFZ-Verwerter. Dabei sollte man einige Dinge beachten, rät der ADAC.

Erst ab 2007 sind die Autohersteller gesetzlich verpflichtet, alle Alt-Autos gratis zurückzunehmen. Bis dahin müssen laut ADAC nur Wagen kostenlos angenommen werden, die nach dem 1. Juli 2002 erstmals zugelassen waren. Mit Geschick kann man das alte Fahrzeug dennoch gewinnbringend loswerden. Sind einzelne Autoteile verwertbar oder kann das ganze Fahrzeug noch als Gebrauchtwagen verkauft werden? Anhaltspunkte kann ein Gebrauchtwagencheck liefern, wie ihn die ADAC-Prüfzentren anbieten. Verwertungsbetriebe lassen sich dann übers Telefonbuch oder Internet finden. Andreas Hölzel vom ADAC rät: "Immer mehrere Angebote einholen." Fragen sollte man nach Zusatzkosten, etwa für das Abholen des Fahrzeugs. Ein schriftlicher Kaufvertrag empfiehlt sich, wenn das Auto als Gebrauchtwagen verkauft wird.

Werden nur einzelne Teile verwertet, wird der Restwert des Autos aus dem Wert der wiederverwendbaren Einzelteile und den Kosten für die umweltgerechte Entsorgung berechnet. Wer sein Auto selbst bei der KFZ-Zulassung stilllegt, muss Verwertungsnachweis, Fahrzeugbrief und -schein sowie die Nummernschilder mitbringen. Der abgeschnittene Fahrzeugbrief wird dann der Verwertungsfirma übergeben. Die Stilllegung kann auch vom Verwerter übernommen werden. "Das ist eine Vertrauensfrage", so Hölzel. Die Übergabe der Fahrzeugpapiere und der Kennzeichen lässt man sich dann am besten bestätigen.

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