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Wenn die Deutschen gewinnen, wird fleißig eingekauft. Diesen Zusammenhang sieht der GfK-Chef für das Konsumklima.

Wenn die Deutschen siegen, wird geshoppt

Nürnberg - Deutschland braucht Tore. Nicht nur um die Gruppenphase der Weltmeisterschaft zu überstehen, sondern auch damit die Wirtschaft boomt.

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WM sorgt für Kauflaune

Ein Sieg des deutschen Teams bei der Fußball- Weltmeisterschaft in Südafrika wäre auch ein Gewinn für Konsumklima und Konjunktur in Deutschland. “Die Erfahrungen bei früheren Fußball-Weltmeisterschaften haben immer wieder gezeigt: Ein gutes Abschneiden der deutschen Mannschaft verbunden mit gutem Wetter beeinflussen die Verbraucherstimmung positiv“, betonte der Vorstandschef der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), Klaus Wübbenhorst in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.

Flachbildschirme, Fahnen, Knabberzeug

Bereits vor der Fußball-WM hätten Hersteller von Flachbildschirmen hohe Umsatzzuwächse verzeichnet. Daneben profitiere der Handel von der starken Nachfrage nach Fanartikeln, Getränken, Knabbereien und anderen kurzlebigen Verbrauchsgütern. Dies habe eine Überprüfung der Konsumgewohnheiten bei der Fußball-WM vor vier Jahren in Deutschland deutlich ergeben.

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“Wir haben damals einen speziellen WM-Warenkorb mit typischen WM-Konsumgütern zusammengestellt. Die Nachfrage nach diesen Produkten war während der WM in dreistelliger Höhe gestiegen“, berichtete der GfK-Chef. Auch für die derzeitige WM gelte daher das Motto: “Schweinsteiger schießt Tore für den deutschen Konsum“, betonte Wübbenhorst.

Sparpaket der Bundesregierung ist Gift für die Stimmung

Mit Blick auf das Sparpaket der schwarz-gelben Bundesregierung forderte Wübbenhorst rasche Entscheidungen. Unter einer lang anhalten Diskussion mit unklarem Ausgang würde auch die Verbraucherstimmung leiden“, befürchtet der Konsumforscher. Denn Umfragen zeigten, dass mehr als die drohenden Einschnitte die Unsicherheit darüber das Konsumklima belaste. Die Menschen wollten endlich klar wissen, welche konkreten Belastungen auf sie zukämen. Wenn es seine Wirkung entfalten solle, dürfe das Sparpaket nicht zum Diskussionspaket werden, sagte der GfK-Chef.

2010 stagniert der Konsum 

Insgesamt entwickelt sich nach Wübbenhorsts Einschätzung das Konsumklima in diesem Jahr besser als zunächst erwartet. Die GfK rechne zwar nicht mit einem nennenswerten Beitrag des Konsum zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts. Einbrechen werde der Konsum in diesem Jahr voraussichtlich aber auch nicht. “Dabei ist allerdings noch unklar, wie große etwa die Sonderkonjunktur im Zusammenhang mit der Fußball-Weltmeisterschaft ausfallen wird“, sagte Wübbenhorst. Derzeit sehe die GfK aber noch keinen Anlass, ihre Prognose eines stagnierenden Konsums im Jahr 2010 zu korrigieren.

Gespräch: Klaus Tscharnke, dpa 

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