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Ein Mann klebt an einer S-Bahn im Deutsche Bahn Regio Werk in Düsseldorf ein neues DB-Logo an. Foto: Caroline Seidel

Personalie

Suche nach neuer Bahnführung geht weiter

Der Vorstandsvorsitzende weg, der Aufsichtsratschef in der Kritik: Für die 300 000 Beschäftigten der Deutschen Bahn sind es unruhige Zeiten. Und eine Lösung zeichnet sich noch nicht ab.

Berlin (dpa) - Die Führungsfrage bei der Deutschen Bahn bleibt nach dem Rücktritt des Vorstandschefs Rüdiger Grube offen. Am Montag beriet der Personalausschuss des Aufsichtsrats über Konsequenzen aus dem überraschenden Rücktritt des Bahnchefs vor einer Woche.

Das Unternehmen wollte sich aber nicht zu möglichen Ergebnissen des Treffens äußern.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte am Vortag gesagt, die Nachfolge werde am Montag noch nicht geregelt. Es werde aber in Kürze eine Personallösung geben. Derzeit führt Finanzchef Richard Lutz kommissarisch den Staatskonzern mit weltweit rund 300 000 Beschäftigten.

In den vergangenen Tagen war spekuliert worden, der Infrastrukturvorstand und frühere Kanzleramtsminister Ronald Pofalla könne Grubes Nachfolger werden. Zudem wurde der frühere Tui-Chef Michael Frenzel als möglicher Nachfolger von Aufsichtsratschef Utz-Hellmuth Felcht gehandelt.

Aufsichtsräte hatten Felcht anonym vorgeworfen, den Eklat um die Verlängerung Grubes in der entscheidenden Sitzung nicht verhindert zu haben. Frenzel war schon von 2001 bis 2005 Vorsitzender des Kontrollgremiums.

Grube war im Streit um seine Vertragsverlängerung zurückgetreten.

Der Personalausschuss bereitet Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor. Bei der Bahn gehören ihm 4 der 20 Aufsichtsratsmitglieder an: der Vorsitzende Utz-Hellmuth Felcht, sein Stellvertreter Alexander Kirchner von der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Verkehrsstaatssekretär Michael Odenwald und Konzernbetriebsratschef Jens Schwarz. In großer Runde tritt der Aufsichtsrat turnusgemäß wieder am 22. März zusammen.

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