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Die Milch-Schnitte ist die dreisteste Werbelüge des Jahres 2011

Milch-Schnitte liefert die "Werbelüge des Jahres"

Frankfurt/Main - Der Gewinner des "Goldenen Windbeutel 2011" ist die Milch-Schnitte von Ferrero. Das ergab eine Internet-Abstimmung. Besonders beim Fett- und Zuckeranteil fühlen sich die User betrogen.

Bei der Online-Abstimmung hatten 43,5 Prozent der Teilnehmer für die Milch-Schnitte gestimmt. Die Wahl lief vom 16. Mai bis zum 16. Juni 2011 auf der Internetseite “abgespeist.de“. Foodwatch will mit der Kampagne nach eigenen Angaben “die legalen Werbelügen der Lebensmittelhersteller anhand konkreter Beispiele“ entlarven. Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat der Milch-Schnitte von Ferrero eine Negativ-Auszeichnung für die “Werbelüge des Jahres“ verpasst. Bei einer Internet-Abstimmung mit rund 118 000 Teilnehmern ging das Produkt klar als “Sieger“ um den “Goldenen Windbeutel 2011“ hervor, wie Foodwatch am Freitag in Berlin mitteilte. Ein als Milch-Schnitte verkleideter Aktivist und eine Frau mit einem stilisierten Windbeutel als “Trophäe“ wurden an der Deutschland-Zentrale von Ferrero in Frankfurt am Main abgewiesen.

Foodwatch rügte den Süßwarenhersteller dafür, dass er die Milch-Schnitte mit dem Slogan “Schmeckt leicht. Belastet nicht. Ideal für zwischendurch“ und mit Unterstützung von Spitzensportlern bewerbe. “Die Milch-Schnitte ist nur in der Werbung eine leichte Zwischenmahlzeit, in der Wirklichkeit ist sie mit rund 60 Prozent Zucker und Fett schwerer als Schoko-Sahnetorte“, sagte Anne Markwardt, Leiterin der Foodwatch-Kampagne gegen Etikettenschwindel.

Ferrero wies die Kritik in einer Erklärung von sich. Man betreibe regelmäßig Marktforschung, wie die Konsumenten die Qualität der Ferrero-Produkte und die Aussagekraft der Werbung einschätzten. Bisher gebe es keine Hinweise darauf, dass die Verbraucher die Werbung für Milch-Schnitte als irreführend empfinden. “Wir stimmen den Vorwürfen von Foodwatch daher keinesfalls zu und nehmen den Negativaward nicht an.“ Das Unternehmen versicherte, dass ihm die Meinung der Verbraucher “selbstverständlich sehr wichtig“ sei.

dpa

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