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Claus Weselsky.

GDL-Chef wirbt intern um Verständnis

Weselsky: Zeitung zitiert aus internem Brief

Berlin - Der Chef der Lokführer-Gewerkschaft GDL, Claus Weselsky, hat einem Bericht zufolge intern um Verständnis für seinen Kurs im Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn geworben.

Dabei habe Weselsky auch die Ablehnung einer Schlichtung gerechtfertigt, berichtet die „Bild-Zeitung“ (Freitag) unter Berufung auf ein fünfseitiges Schreiben der GDL-Führung. Eine Lösung des Konflikts sei nur möglich, wenn die Bahn bereit sei, mehrere Tarifverträge zu akzeptieren. „Ein solcher Trumpf sticht nur im aktuellen „Spiel“ mit der Deutschen Bahn und danach nie wieder“, heißt es demnach in dem Brief an die Mitglieder.

Weselsky hatte die Initiative der Bahn, den früheren Ministerpräsidenten Brandenburgs Matthias Platzeck (SPD) als Vermittler im dem festgefahrenen Tarifstreit einzusetzen, zurückgewiesen. Die Gewerkschaft will für alle Berufsgruppen des Zugpersonals eigene Tarifverträge erstreiten. Die Bahn peilt für die GDL und die Konkurrenzgewerkschaft EVG inhaltlich gleiche Vereinbarungen an. Nach dem bisher längsten Streik, der am vergangenen Sonntag zu Ende gegangen war, kündigte die GDL vorübergehend eine Pause in dem Arbeitskampf an.

Unterdessen kommt Weselsky, der schon „Mitarbeiter des Monats“ bei einer Autovermietung war, zu neuen Werbe-Ehren: Der Fernbus-Anbieter „Deinbus“ hat sein neuestes Fahrzeug nach dem streitbaren Gewerkschaftsführer benannt. Da viele Passagiere wegen der Bahnstreiks auf das noch junge Verkehrsmittel Fernbus umstiegen, zeige sich Deinbus nun „mit einem kleinen Augenzwinkern“ dankbar, wie das Unternehmen aus Offenbach mitteilte.

dpa

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