WestLB: Spaßreisen für Sparkassenvertreter?

Düsseldorf - Vertreter von Sparkassen und Stadtwerken sowie kommunale Würdenträger sollen nach Medienberichten von der inzwischen zerschlagenen Landesbank WestLB „umgarnt“ worden sein.

Dabei sei es auch zu Reisen und zum Besuch von Sportveranstaltungen gekommen, heißt es in einem Artikel des „Handelsblatts“. Betroffen sei die ehemalige WestLB-Tochter Asset Management, die damals für Geldanlagen von 500 institutionellen Kunden zuständig gewesen sei, berichtete die Zeitung am Freitag. Unter den Kunden des Instituts seien auch Stadtwerke, Sparkassen und Kommunen gewesen.

Dabei soll es nach Informationen der Zeitung auch zu Freizeitaktivitäten etwa bei Reisen in die USA oder nach Spanien gekommen sein. So hätten etwa Fußballspiele oder auch die Qualifikation zum Superbowl-Finale auf dem Programm gestanden. Die Vorfälle hätten sich in den Jahren 2002 bis 2005 angespielt.

Die ehemalige WestLB-Tochter wurde inzwischen zu 100 Prozent von der US-Großbank BNY Mellon übernommen. Die US-Bank war schrittweise erst ab dem Jahr 2006 und damit nach den Vorfällen bei der ehemaligen WestLB-Tochter eingestiegen. Zu den „damaligen Vorgängen“ wollte sich ein Sprecher der US-Bank am Freitag auf Anfrage nicht äußern.

Aus dem Umfeld hieß es, dass es zu Geschäftsreisen mit Kundenvertretern gekommen sei. Im Zusammenhang mit einer normalen steuerlichen Betriebsprüfung im Jahr 2010 seien Zweifel an der vollen steuerlichen Abzugsfähigkeit der Reisen aufgekommen. Mittlerweile sei der Fall jedoch durch die Nachzahlung von Steuern abgeschlossen.

dpa

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