WhatsApp-Nutzer haben noch einige Wochen Zeit, die neuen Nutzungsbedingungen zu bestätigen
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WhatsApp-Nutzer haben noch einige Wochen Zeit, die neuen Nutzungsbedingungen zu bestätigen.

„Missverständnisse ausräumen“

WhatsApp: Beliebter Messenger-Dienst plant Banner - Das ist der Grund

  • Patrick Freiwah
    vonPatrick Freiwah
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WhatsApp reagiert auf die Kritik der vergangenen Monate und richtet eine Botschaft an die Nutzer. Der Messenger-Dienst verspricht Aufklärung - und kritisiert die Konkurrenz.

Palo Alto/München - WhatsApp ist der meistgenutzte Messenger-Dienst der Welt. Die Konkurrenz lässt jedoch nicht locker - und bemüht sich, Schwächephasen des Marktführers ausnutzen. Diese ergeben sich derzeit besonders im Hinblick auf das sensible Thema Datenschutz - und das ist Wettbewerbern wie Signal, Telegram und Co. zuletzt durchaus gelungen.

Aufgrund der geplanten Änderung der Nutzungsbedingungen hat WhatsApp zahlreiche Kunden verloren, die angesichts der engen Verzahnung mit der Facebook-Mutter befürchten, dass private Daten nicht mehr sicher sind. Nun ist WhatsApp mit einer Mitteilung an die Öffentlichkeit gegangen, die mit Spekulationen aufräumen soll.

WhatsApp ändert Nutzungsbedingungen: Banner informiert über Neuerungen

Das Unternehmen mit Sitz in Kalifornien erklärt, wegen der Anpassungen „eine Menge Fehlinformationen“ gesehen zu haben und beteuert, „sämtliche Missverständnisse ausräumen“ zu wollen. WhatsApp spricht auch von eigenem Fehlverhalten und dass man „sich Gedanken gemacht hat, wie man die Änderungen hätte besser kommunizieren können“.

Es klingt wie eine Charmeoffensive: Mit einem Banner in den WhatsApp-Chats möchte der Social-Dienst selbst aufklären - „sodass sich Benutzer in ihrem eigenen Tempo informieren können“. Im Zuge dessen werden die Betroffenen auch daran erinnert, dass die Aktualisierungen zu lesen seien und man ihnen auch bis 15. Mai zustimmen muss, damit das Angebot künftig noch genutzt werden kann. Worum es bei der Aktualisierung der Nutzungsbedingungen genau geht, haben wir hier zusammengefasst.

WhatsApp-Daten in den falschen Händen? Nutzer fürchten Facebook-Austausch

Ist die Sorge vieler WhatsApp-Nutzer begründet, dass ihre privaten Inhalte in Hände geraten, für die sie nicht bestimmt sind? WhatsApp erklärt, dass täglich auch „Millionen Menschen einen WhatsApp-Chat mit einem Unternehmen“ führen, da dies einfacher sei, als Informationen per Telefon oder E-Mail auszutauschen. Hier spiele der Faktor Kosten die bedeutende Rolle: Während Firmen selbst für die Kommunikation per Messenger Geld bezahlen, ist der Dienst für deren Kunden jedoch umsonst. Hier dürfte also speziell WhatsApp Business gemeint sein.

Der Messenger-Dienst geht in der Mitteilung auf die Auswirkung der Verzahnung mit Facebook ein: „Bei einigen Shopping-Funktionen ist Facebook beteiligt, damit Unternehmen ihren Bestand App-übergreifend verwalten können.“ WhatsApp weist darauf hin, dass Bedenken im Hinblick auf die Sicherheit von privaten Daten unbegründet seien. Der Anbieter teilt mit: „Persönliche Nachrichten sind weiterhin Ende-zu-Ende-verschlüsselt und werden dies auch immer bleiben. WhatsApp kann sie weder lesen noch anhören.“ Die Stiftung Warentest empfiehlt im Hinblick auf die Privatsphäre übrigens drei wichtige Einstellungen.

WhatsApp attackiert Konkurrenten - „Apps behaupten, besser zu sein“

Abschließend richtet WhatsApp einen Seitenhieb an Wettbewerber, die versuchen, dem Marktführer wegen dem Zwangsupdate Nutzer abzujagen: „Wir haben mitbekommen, wie Mitbewerber fälschlicherweise behauptet haben, sie könnten die Nachrichten von Benutzern nicht sehen. Wenn allerdings eine App keine standardmäßige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bietet, dann bedeutet dies, dass der Betreiber trotzdem deine Nachrichten lesen kann. Andere Apps behaupten, besser zu sein, da sie sogar noch weniger Informationen hätten als WhatsApp.“

Unterdessen plant WhatsApp eine neue Funktion, die für Nutzer des Messengers eine enorme Erleichterung darstellen. Und zwar dann, wenn sie einfach mal ihre Ruhe haben möchten. (PF)

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