Wieder im Plus: Ludwig Beck belohnt Aktionäre und Mitarbeiter

- München - Der börsennotierte Textilhändler Ludwig Beck will nach einem erfreulichen Jahr 2005 nicht nur seine Aktionäre, sondern auch die Belegschaft am Geschäftserfolg beteiligen. Wie der Münchner Konzern bekannt gab, sollen die Gehälter im laufenden Jahr erstmals seit 2002 wieder steigen. Die Angestellten würden zwei Prozent mehr erhalten, sagte Vorstandschef Reiner Unkel bei der Bilanzvorlage am Dienstag, nachdem sie sich zuvor wegen der schlechten Ertragslage mit Nullrunden begnügt hätten. Unkel kündigte zudem an, der Hauptversammlung Ende Mai eine Dividende von zehn Cent je Aktie vorzuschlagen.

Dem Handelsunternehmen war es im vergangenen Jahr gelungen, den Umsatz gegen den Branchentrend zu steigern und zugleich in die Gewinnzone zurückzukehren. So legten die Erlöse laut den veröffentlichten Zahlen gegenüber 2004 um 1,2 Prozent auf 101,7 Millionen Euro zu, während nach drei Verlustjahren mit 1,2 Millionen Euro erstmals wieder ein Konzernüberschuss anfiel. Vorstand Unkel begründete das gute Abschneiden mit weiter gesenkten Kosten und der auflebenden Verbraucherstimmung. Dank diverser Sonderaktionen seien zudem gerade die Geschäfte im Stammhaus am Münchner Marienplatz gut gelaufen. Dort erwirtschaftet der Konzern, der noch eine Handvoll weiterer Filialgeschäfte betreibt, vier Fünftel seines Umsatzes.

Während viele Einzelhändler eher skeptisch sind, rechnet Ludwig Beck auch im laufenden Jahr wieder mit klingelnden Kassen. "Schon der Start ins Jahr war hervorragend", sagte Finanzvorstand Dieter Münch. Zwar habe es im März wegen des starken Schneefalls einen vorübergehenden Einbruch gegeben. Schon am vergangenen Wochenende hätten die Verkäufe aber wieder angezogen. Das Unternehmen plant, seinen Überschuss um 700 000 auf 1,7 Millionen Euro zu steigern. "Es gibt keinen Grund, an diesen Zahlen zu zweifeln", sagte Münch.

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