DAX wieder über 4700 Punkte

- Frankfurt/Main - Nachgebende Ölpreise und unerwartet gute Quartalsbilanzen wichtiger US-Technologieunternehmen haben den deutschen Leitindex DAX am Donnerstag über die 4700 Punkte-Marke geführt. Der DAX stieg um 0,50 Prozent auf 4703,44 Punkte. Damit hat der deutsche Leitindex DAX hat am Donnerstagmorgen erstmals seit Juni 2002 wieder die Marke von 4700 Punkten überschritten.

Der MDAX gewann 0,30 Prozent auf 6525,57 Zähler. Der TecDAX legte um 0,25 Prozent auf 583,50 Punkte zu."Die Stimmung am Markt ist gut, fast schon zu gut. Neben kurzfristigen Händlern kommen auch längerfristig orientierte Anleger wieder in den Markt rein", sagte ein Händler einer Frankfurter Großbank. Gekauft würden verstärkt Werte, die sich in der Vergangenheit schlechter als der Marktdurchschnitt entwickelt hätten.In London sank der Ölpreis wegen hoher US-Lagerbestände und der nachlassenden Sorge vor Sturmschäden bei Ölförderanlagen im Golf von Mexiko unter die 58-Dollar-Marke je Barrel (159 Liter).ThyssenKrupp-Aktien legten bei hohen Umsätzen an der DAX-Spitze um 3,70 Prozent auf 14,84 Euro zu. Analysten verwiesen zur Begründung auf die zuletzt schwache Kursentwicklung bei dem Düsseldorfer Stahlkonzern.Infineon gewannen 3,09 Prozent auf 8,34 Euro, nachdem am Vorabend die Quartalsbilanzen von Apple Computer und des US-Chipherstellers Advanced Micro Devices (AMD) unerwartet gut ausgefallen waren. Zudem hatte die Deutsche Bank die Infineon-Aktie zu Gunsten der PhilipsTitel in ihr europäisches Musterportfolio aufgenommen.Continental-Papiere, die am Vortag als stärkster DAX-Wert mehr als 3 Prozent zugelegt hatten, büßten 1,05 Prozent auf 60,46 Euro ein. Volkswagen-Aktien fielen um 0,20 Prozent auf 39,61 Euro, nachdem sie am Vortag zeitweise auf den höchsten Stand seit Anfang 2004 gestiegen waren. "Das sind Gewinnmitnahmen", sagte der Händler weiter. Nach dem angekündigten Sparprogramm müsse der Vorstand des Autobauers vor weiteren Kursgewinnen Erfolge vorweisen.Am unteren Ende des DAX-Kurszettels verloren RWE-Aktien 1,16 Prozent auf 53,77 Euro, während E.ON um 0,69 Prozent auf 73,76 Euro nachgaben. Händler verwiesen bei den Versorgern in erster Linie auf Gewinnmitnahmen, nachdem die Titel in jüngster Zeit kräftig zugelegt hatten.

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